Nacht am Deich …

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Nacht am Deich …

Wenn der Nordwest mit brüllenden Tönen
und schauriger Macht die Wellen treibt
wenn Neptun mit seinen mächtigen Söhnen
hervortritt und nicht mehr am Meeresgrund bleibt

dann horch einmal still in die Nacht hinaus
gehe hinaus auf den Deich
ganz hinten – weit hinter des Sturmes Gebraus
hörst du es klingen – sehr leise und weich

es klingt wie das singen verlorener Seelen
es klingt wie der Harfen zitterndes Spiel
es klingt wie Rufe aus heiseren Kehlen
es weht durch die Weite – es findet kein Ziel

kein Ziel in den endlosen Weiten der Meere
kein Ziel in der endlichen Tiefe der See
kein Ziel in der dunklen randlosen Sphäre
vergeht sacht wie auf der Haut schmelzender Schnee

zurück bleiben Spuren gelebter Gefühle
die zärtlich und zart die Erinnerungen feuchten
die dann in erschauernder Kühle
als Sterne am nächtlichen Himmel leuchten.

© ee

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4 Gedanken zu „Nacht am Deich …

  1. Aus diesen Zeilen klingt wahrlich die Magie des Meeres! Vielleicht sollte ich die kommenden Tage mal wieder zum „Schimmelreiter“ von Theodor Storm greifen…

    Liebe Grüße aus dem sonnigen Schwarzwald
    von Constanze

    Gefällt 1 Person

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