Seelenumarmung.

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Lass mich in deinem Hafen liegen,
sei du um mich und bleib.
Lass uns in unsre Träume fliegen,
als wär`n wir Seele nur, nicht Leib.

Lass uns im Morgendämmern treiben,
die letzten Sterne unser Licht.
Lass Stille unsern Raum beschreiben,
als bräuchte es der Worte nicht.

Bleib du in meinem Hafen liegen
als Seele nur und nicht als Leib
um mit mir durch die Zeit zu fliegen
voll’ Seelennah als Reisetreib.

Lass’ uns des Morgens Dämmern nutzen
den Übergang von Nacht zum Tag
im Morgenlicht die Seelen putzen
fernab von aller Welten Plag.

Wenn dir die Tränen laufen
und netzen dein Gesicht,
sagt dir die Seel’ sie möcht’ verschnaufen,
sonst verliere sie ihr Gleichgewicht.

Lass’ deine Tränen fliesssen
ins große Meer der Welt –
ihr Feucht läßt irgendwo spriessen
Leben unterm Himmelszelt.

Wenn sie dann mit vielen –
vereint im grossen Strom –
strebend zu den Zielen
in Gottes Reich unendlich Dom,

dann haben sie den Sinn erfüllt,
den Schöpfer ihnen zugedacht –
haben mannigfachen Durst gestillt
und dargelegt des Vaters Macht.

© ee

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