Gefangen . . .

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Gefangen . . .

Es zog mich nach Norden
mit kraftvoller Hand
die Sehnsucht – sie war Bild geworden
als ich am Vänern in Värmland stand
die Sonne hing über der Bäume Spitzen
goß über die Wellen ihr flüssiges Gold
im Wasser des Sees sah ich sie blitzen
als wenn sie mir etwas sagen wollt’
ich hört’ ihre Stimme
sie rief zu mir her
ich könnt’ es beschwören
sie lief über das Meer
sie nahm mich gefangen
ich bin nicht mehr frei
wo ich auch sein mag
sie ist immer dabei
sie ist ein Stück von mir selbst geworden
die heimliche Sehnsucht
nach dem märchenhaft’ Norden …

und Heute hat sie mir Botschaft gebracht
sie schickt mir ’nen Troll
und ein quirliges Elfchen
der Kleine verhielt sich geheimnisvoll
während das Flügelmädchen freudig gelacht
ich hab sie verstanden, die unbekannt’ Zeichen
ich konnte sie lesen in ihrem Gesicht
und plötzlich spürte ich Widerstand weichen
er schmolz einfach dahin im nordischen Licht
als sie mich verlassen blieb etwas zurück
wie Goldstaub auf harschigem Grunde
er war von den Flügeln der Elfe gefallen
bedecket die Fußspur des Trolls in der Runde
da wußte ich, sie haben die Zeit nicht vergessen
die ich bei ihnen am Vär hab’ gesessen.

© ee

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4 Gedanken zu „Gefangen . . .

  1. finbarsgift sagt:

    Wundervolle Poesie,
    wundervolle Bilder…

    Liebe Sonntagsgrüße vom Lu

    Gefällt 2 Personen

  2. Ja, super Bilder und eindrückliche Worte. Sei gegrüsst. Priska

    Gefällt 1 Person

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