Der Zirkus ist da.

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Der Zirkus ist da

Ein Ruf geht durch die Strassen –
am Dorfrand wird es bunt,
jeder soll Arbeit ruhen lassen –
für Stunden geht die Kurzweil rund.

Die Augen sehen Zirkusluft –
die Ohren hör’n Vergangenheit,
in Nasen da steigt fremder Duft –
Erinnerung macht Herzen weit.

Menschen sind aus vielen Winden –
herbeigeeilt von ganz weit her,
hier kann man das Glück noch finden –
Lachen läuft wohl kreuz und quer.

Träume flimmern – fremde Laute
fliegen durch den Sommertag –
dazwischen auch wohl altvertraute
Töne – wie ein Glockenschlag.

Für Stunden ist die Zeit verschwunden –
zeitlang ist man wieder Kind,
Jugendträume losgebunden –
wiegen sich im Sommerwind.

Tiere wie aus Märchenbüchern –
ziehen rund in der Manege,
fahrend’ Volk in wehend Tüchern –
tanzt mit Raubvieh im Gehege.

Der letzte Beifall ist verweht –
der Hut geht durch der Klatscher Rund,
das Baashaupt in der Mitte steht –
tut auch schon den Abschied kund.

So famos wie sie gekommen –
ebenso leise gehen sie,
sie haben keinem was genommen –
bloß Freud’ für alle brachten sie

© ee

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4 Gedanken zu „Der Zirkus ist da.

  1. E sagt:

    Ein sehr schönes Gedicht.

    Gefällt mir

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