Archiv für den Monat Oktober 2017

Es wanderten die Jahre…

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Es wanderten die Jahre…

Es wanderten die Jahre durch Jahre
es raste Zeit durch die Zeit
hinterließen schmerzlich klare
Bilder der Vergangenheit.

Man hatte nicht Zeit zu betrachten
die Gegenwart während der Fahrt
es rächt sich wenn wir nicht achten
was Zeit im Zeitlauf um sich schart.

Es sind anfangs ganz kleine Dinge
wie Samenkörnchen im Grund
sie ziehen Kreise und Ringe
sie schleifen eckiges rund.

Der Unwille Köpfe zu drehen
zur Seit’ und nach hinten zu schau’n
läßt vieles einfach geschehen
läßt unrecht Tun Berge aufbau’n.

Bis dann die Woge des Meeres
den Kamm ihrer Höhe erreicht
und Menschenwerk einfach wie leeres
Strandgut von ihrer Liste streicht.

© ee

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Geborgen.

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Geborgen.

Der Mandelblüten zitternd Schweigen
des Mondes Tränen still berührt
auf dem See der Wellen Reigen
die Seele durch die Träume führt

die heiße Sehnsucht deiner Augen
sich tief in mein Verlangen brennt
fühl sie an meinem Herzen saugen
egal auch wieviel Welt uns trennt

das leise wispernd Spiel des Denken
der Hauch deines Begehrens Glut
ich spüre dein dich selbstlos schenken
ich fühle es du bist mein Blut

du bist der Spiegel meines Sein
du bist mein gestern und mein morgen
bist meiner Liebe Herzensschrein
und nur bei dir bin ich geborgen.

© ee

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Des Morgens Schicksal.

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Des Morgens Schicksal

Der Morgen hat noch eine ganz dünne Haut
wie mit blassrotem Silber bezogen
er zögernd über den Himmelsrand schaut
als wär’ er gerad’ aus dem Nest geflogen

er reibt sich die nachtmüden Augen
er streckt seine frostkühlen Glieder
er prüft ob sie zum Tage schon taugen
und schüttelt sein helles Gefieder

er schüttelt das letzte Mondlicht heraus
und der Sterne restlich Gefunkel
er langt sich der Sonne Strahlen zum Schmaus
verjagt damit das nächtliche Dunkel

zieht sich flugs neue Stiefelchen an
die mit den blank gewienerten Schäften
marschiert mit riesigen Schritten sodann
und morgendlich frischen Kräften

am Tageshimmel so quer übers Land
und stetig dem Abend entgegen
bis er am westlichen Himmelsrand
wieder der Nacht dann erlegen.

© ee

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Träume . . .

 

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Träume . . .

Träume – kann man Träume fangen –
wenn man durch das Leben geht?
Sie sind oftmals doch ein Bangen –
das durch dunkle Nächte weht.

Träume – kann man Träume fühlen –
wenn man durch den Alltag schreitet?
Wer träumt, der sitzt oft zwischen Stühlen –
wenn das Leben ihm entgleitet.

Träume – kann man Träume sehen –
wenn man Welt im Auge hat?
Die sachte dann im Nichts verwehen –
als wenn man sie um Stille bat.

Träume – kann man Träume riechen –
wenn sie durch die Köpfe fliegen?
Wenn Gestalten um dich kriechen –
die überall im Wege liegen.

Träume – kann man Träume leben –
ausgefüllt und traumesschwer?
Wenn sie in das Sinnen streben –
das da schwebt – so traumesleer.

Träume – kann man Träume fragen –
was da kommt und was wohl nicht?
Sie dir oft die Wahrheit sagen –
in Dunkelheit und auch im Licht.

© ee

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Wolkenträume …

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Wolkenträume …

Wolkenträume in der Nacht –
des hellen Mondes Silberlicht
hat sie in meinen Kopf gebracht.

Spielende Schatten an der Wand –
von einem Paar im Wind,
man sieht wie Körper Körper fand –
Erregung zittert in uns lind.

Die Schatten fliegen himmelwärts –
sie werden groß und größer,
wir fühlen ihrer Lüste Schmerz
und stoßen mit dem Stößer.

Versunken scheinen sie zu tanzen –
zu finden ihrer Liebe Takt –
und plötzlich sind sie eins im Ganzen,
wenn Lust sie bei den Lüsten packt.

Als wenn ich selber mitgelüstert
lieg‘ ich erschöpft in deinem Tal –
und plötzlich höre ich geflüstert
du Schatz – woll’n wir gleich noch mal ?

© ee

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Herbstende.

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Herbstende.

Der Herbst mit seinen heimelnd‘ Farben
beschließt den Sommer, buntfanal –
das reife Gold des Kornes Garben
spiegelt uns der Sonne Strahl.

Der späten Blüher Farbpalette,
längs Weges Rain und Gärtens Flur,
scheint als des Schöpfers Sonntagskette –
fest geknüpft in der Natur.

Wenn langsam dann die Tön‘ verblassen,
die Blätter segeln durch die Luft –
sollt‘ man den Sommer ziehen lassen –
weil, schon erweckt, der Winter ruft.

© ee

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Mitternachtsblüten …

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Mitternachtsblüten …

Ich schaue zur großen Uhr in der Diele
ich lausche ihrem verhaltenen Schlag
ich weiß das nur wenige Stundenläufe
mich noch trennen vom erwachenden Tag

die Zeiger tasten mit zitternden Schritten
stückweise sich an die Mitternacht
ich denke zu ihnen mit lautlosem bitten
haltet die Zeit an um zwölfe ganz sacht

zur Tageswende hör ich die Liebste

ich fühle ihr sehnen
ich lausch ihr voll Glück
ich bitte die Uhr die Zeit auszudehnen
denn verflossene Minuten kehr’n nicht zurück

das mitternächtliche leis’ mit ihr reden
das mitternächtliche ich liebe dich
schenkt mir in jeder Nacht Wissen um Leben
ist mir in jeder Nacht sternhelles Licht.

©ee

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In Erwartung.

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In Erwartung.

Ein kurzes Verhalten der flüchtig’ Gedanken
Hand greift nach Schatten der gar nicht mehr da
Die Seele gerät in schlingerndes Schwanken
Sie schlägt Kapriolen – macht Kopfstand sogar

Die Augen schleiert ein blitzender Nebel
Die Ohren trübt ein singender Ton
Die Stimme stummt ein drückender Knebel
Gefühle werden Bilder – die kennt man lang schon.

Da hilft nur ein kräftiges heftiges Rucken
Da hilft nur ein schütteln des eigenen Ich
Nach einem kurzen schmerzhaften Zucken
Erkennst du das Leben und fühlst endlich dich.

©ee

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Wir KÖNNEN !

 

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Wir KÖNNEN !

Wir können sehen, hören, fühlen, schmecken,
wir können viele Dinge greifen –
wir müssen nur die Welt entdecken,
und sinnwach durch das Leben streifen.

Ob es der Schmetterlinge Lachen,
ob es der Wolken sinnlich ziehen,
oder der Blitze Donnerkrachen
in hoher Luft zu Bild gediehen.

Wir hör’n der Bäume Äst’ sich biegen
wenn Lüftes Braus’ sie übermannt
wenn Sturmes Händ’ sie heftig wiegen
in Abendsonnens rötlich’ Brand.

Wir hör’n der Vögel Zweiersprach
mit dem Schöpfer uns’rer Erden,
und lauschen ihnen ganz gemach
im Hoffen auf das rechte Werden.

Wir hör’n geformte Steine wispern
in festgefügtem Mauerwerk
wie sie belustigt flüsternd knispern
über erhaben dünkend Menschenzwerg.

So rat’ ich nur dem Wind zu lauschen –
was er auf seinen Schwingen trägt,
wenn Wolken sich am Himmel bauschen
und Gottes Hand die Erd’ bewegt.

©ee

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Des Tages Ahnen …

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Des Tages Ahnen …

Ganz zart streicht schon der Tag durchs Dunkel
man ahnt sein kraftvoll’ neu Begehr
noch scheint es spielerisch’ Gefunkel
doch wird’s mit jedem Atem mehr.

Der Himmel zeigt leichtzögernd Spuren
von dem was uns der Morgen bringt
rotes Gold fällt auf die Fluren
der erste Frühaufsteher singt.

Man schaut noch nicht sein bunt’ Gefieder
noch ist die Nacht zu nächtelig
jedoch verkünden seine Lieder
der hellen Sonne strahlend Sieg.

© ee

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Getaggt mit