Archiv für den Monat November 2017

Engelküsse .

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Engelküsse.

Schnell wie ein Vogel und leicht wie ein Engel
durcheilst Du Deinen Lebensraum
umfliegst des Alltags Rumgequengel
und suchst nach Deinem Lebensbaum

mag manche Streck’ auch Wüste sein
oder des Meeres endlos Weite
irgendwo scheint immer ein Lichtlein fein
zu dem Dich das Schicksal geleite

hast Du dann Deinen Baum gefunden
besetze den Ast der für Dich reserviert
gar bald fühlst du Dich eingebunden
ganz gleich was in der Welt auch passiert.

©ee

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Getaggt mit , , ,

Verwirrt . . .

 

 

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Verwirrt . . .

Irgendwie muß ich was regeln –
irgendwo bin ich kraus im Kopf,
irgendwann die Gedanken segeln –
wie Nudeln durch den Suppentopf.

Es gibt ‘nen Satz, der hat drei Worte –
ich sagt ihn oft – ich sagt ihn gern,
lag vierzig Jahre auf der Borte –
möchte endlich reisen in die Fern’.

Ich werd ihn an die Leine legen –
einmal im Monat kriegt er frei,
dann kann er durch die Lande fegen –
geballt – als Büffels Urgeschrei.

Und wenn er dann noch hört – zu häufig –
schließ ich ihn in den Keller ein,
da unten kann er ganz geläufig –
ich lieb dich – aus dem Leib sich schrei’n.

©ee

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Getaggt mit , , ,

Abend . . .

 

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Abend . . .

Der Tag still in den Abend taucht
ein Bild von großem Frieden
der Himmel ist rot angehaucht
wie Glück das uns beschieden

Über der Brandung leichtes Kräuseln
die Möve streicht im stillen Flug
vom Dünenhang ein leichtes Säuseln
der Wind über die Watten trug

Leichtgeschürzt – auf bloßen Füßen
ein Wand’rerspaar im Abendhauch
in vollen Zügen still genießen
so macht es wohl der Alte auch

Er sitzt auf seiner Bank am Deiche
sein Blick geht sehnsuchtsvoll auf ’s Meer
der Welten Wasser war’n seine Reiche
die Seefahrt – ja, die fehlt ihm sehr

So sitzt er hier an allen Tagen
die Gott ihm noch gelassen hat
er antwortet auf viele Fragen
er gibt so Manchem guten Rat

Er ist schon nicht mehr wegzudenken
von seinem Platz – da auf dem Deich
sein Hiersein ist ein ständig’ Schenken
aus seinem Lebensschatz, so reich

Doch eines Morgens – weite Leere
als hat die Welt ein großes Loch
der Alte sitzt auf Gottes Fähre
auf „Großer Reise“ – also doch.

©ee

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Getaggt mit ,

Gedankenkarussell.

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Gedankenkarussell.

In mir da dreh’n sich die Gedanken
beißen sich selber in’s Genick
sie sehen nicht mehr ihre Schranken
kommen immer zu sich selbst zurück.

Mit jeder Drehung wächst die Riefe
wächst sich aus zum blutend Mal
mir ist als wenn die Seele liefe
auf wunden Füßen durch das Tal.

Durch’s Tal der Tränen dieses Lebens
die flossen in so mancher Nacht
ich weiß sie rannen nicht vergebens
denn irgendwo das Glück mir lacht.

Irgendwann tragen die Bäume
die tranken von der Augen Feuchte
die Früchte meiner Lebensträume
auf das auch mir mein Glückstern leuchte.

©ee

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Getaggt mit , , ,

Abwehr . . .

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Abwehr . . .

In drei Sekunden ist Mitternacht
ich seh’ die Geister tasten
ich hör’ schon wie der Teufel lacht
seh’ ihn durch Köpfe hasten

Die Seele die dann ohne Schild
sehr schnell von ihm verwundet
sie trägt dann vor sich her sein Bild
er ständig sie umrundet

Damit es dir nicht auch so geht
bau’ deiner Seel’ ein Haus von Güte
an dem ganz groß geschrieben steht
hier wohnt ein Herz – das Gott behüte.

© ee

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Getaggt mit ,

Alpträume . . .

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Alpträume . . .

Kaum ist man nächtens eingeschlummert
der Alptraum an die Wände wummert
man sucht ihm ständig auszuweichen
kann andere Plätze nicht erreichen

Man rennt sich schier die Lungen wund
entkommt ihm nicht – dem Höllenhund
die Füße fliegen wie Raketen
sie ständig nur ins Leere treten

Vor Angst das Herz im Kopfe schlägt
der Körper ist mit Schweiß belegt
im Halse sitzt ein dicker Kloß
man wird die Starre nicht mehr los

Die Lähme sitzt in den Gelenken
man kann nicht vor- noch rückwärts denken
will schreien – um sich aufzuwecken
der Schrei bleibt in der Kehle stecken

Wird man kräftig wachgerüttelt
der Traum noch lang die Glieder schüttelt
man kann die Augen dann nicht schließen
muß die Kämpfe dann auch wach genießen

Im Morgenrot das Sonnenlicht
des Alptraums Folter unterbricht
am Abend – nach des Tages Stunden
hat er dich schnell auf’s neu gefunden.

© ee

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Sieben Zeilen …

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Sieben Zeilen …

Leben … was ist das?
Leben ist leben
ist leben
ist leben
leben war gestern
leben ist heute
und morgen bist du!

©ee

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Ein Sonntag ist’s – ein Sonnentag,

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Ein Sonntag ist’s – ein Sonnentag.

Ein Sonntag ist’s – ein Sonnentag,
ist frisch und frei, wie ich ihn mag –
trägt noch des Tages Unschuldswehen,
weiß nicht, was wird mit ihm geschehen.

Lebt täglich nur den Augenblick –
schaut nicht nach vorn und nicht zurück,
genießt was ihm das Heute bringt –
läßt zu, dass Zeit die Zeit verschlingt.

Greint nicht den Stunden hinterher,
sonst wär’ das Sein auch mächtig schwer.
Kennt nur das momentane Sorgen,
will sich partout und nichts was borgen.

Nicht eitel Glück – nicht Trübesal,
sogar kein Lächeln allemal.

Er will nur das, was Echt genießen –
macht Trugbilder zum Teufel schießen –
mag immer nur wahrhaftig sein –
weil, das ist echter Sonnenschein.

©ee

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Das Wort zum Sonntag …

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Das Wort zum Sonntag …

… es steht geschrieben:

Wenn ich irgendwo lese: „Das Wort zum Sonntag“, erhoffe ich mir meist aus berufenem geistlichem Munde wegweisende Gedanken in der Dunkelheit des täglichen Alltags zu vernehmen. Nachdem ich das Wort zum Sonntag in einer hiesigen Tageszeitung gelesen habe, kann ich nur verzweifelt fragen:
„Oh Gott – warum hast Du meine Erwartungen so irregeleitet?“

Steht da doch auf feinstem Zeitungspapier fein säuberlich die Erkenntnis eines Gottesdieners gedruckt. Jetzt weiß ich – wissen wir alle die es gelesen haben, der Neid ist es, der die Welt in uns zur Hölle macht!
Nicht die Sorge um das Dach über dem Kopf – nicht die Angst um die hoffnungslose Zukunft der Kinder, wenn Papas Arbeitgeber plötzlich Ali II heißt. Was zählt schon das bedrückende Wissen der Betroffenen, auf Dauer unter der Armutsgrenze leben zu müssen.
Solche Aussagen aus den Mündern profitierender seelenloser Politfunktionäre und gnadenlos machtheischender Kapitalsachwalter zu hören sind wir gewohnt –

Stacheldraht macht sich aber in meiner Seele breit, wenn ein Diener Gottes sich dieses Denken zu eigen macht.
Stacheldraht macht sich nicht nur in meiner Seele breit – wenn ich dann auch noch erfahre, dass dieser Gottesmann sein und das seiner lieben Brot aus mehreren sicheren Quellen schöpft.
Stacheldraht macht sich in meinem Kopfe breit, wenn dieser Gottesmann wortgewaltig darüber Klage führt, daß Meinungsmacher als „Anwälte“ des kleinen Mannes die „Neidgeplagten“ – die ihre Not selber oftmals noch gar nicht bemerkt haben – mit spitzer Feder dazu auffordern, sich zu wehren.
Sehr bezeichnend finde ich auch die pastorale Bemerkung: „… daß die da oben an unser Geld wollen!“

Mein Gott Herr Pastor – wer hat ihnen die christlichen Weihen erteilt – oder war es nur eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, die sie in ihr Amt getragen hat.
Meine alte weise Tante Adele plagt nun die Sorge, ob der Verfasser dieses „Wortes zum Sonntag“ von allen guten Geistern verlassen sei.
Einen Vers Erich Kästners kramte sie noch aus ihrer Schatulle hervor.

„Da hilft kein Zorn – da hilft kein Spott – da hilft kein fluchen und kein beten – die Nachricht stimmt –

 

der liebe Gott ist aus der Kirche ausgetreten.©ee

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Das alte Spiel …

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Das alte Spiel …

Ablenkungsmärchen, rechter Weg
Politblockade, Speckes Made –

Schlagesworte wie Sahnetorte
die wochenlang im Wüst’wind stand –
verbrannt, verdorrt wie alle Orte
in denen Leben Tod nur fand.

Mit Schaufenstern wie Augenhöhlen
in klapperndem Skelettgerippe,
in dessen Knochen Zocker grölen
aus bandenhafter Abzocksippe.

Der Zocker Namen sind so viele –
nur wenige davon bekannt,
wie zum Beispiel dieser Juncker
aus letzeborgisch Herzogland.

Der gedämpft verkündete –
bestimmet nur für Geistverbündete –
dass man erreichet was man will,
wenn man erreicht des Volkes Still’.

Da ist es gar nicht mal die Frage,
ob Schurkerei, ob Menschenplage –
alles wird dann durchgesetzt,
auch wenn es Volk und Land zerfetzt.

Rogowski tönte unisono
dass wieder Kampf der Klassen sei –
dann vergeßt doch das „piano“
und lasst ertönen Kampfgeschrei –

lasst ertönen Kampfeslärm
der Schurken schlaget auf die Därm –

verjagt die Existenzzerstörer
aus unserer Gesellschaft Mitte –
vertreibt die Einheitsbreibeschwörer
nach guter alter Väter Sitte.

Seid länger nicht die dummen Schafe –
habt keine Angst vor Staates Strafe,
denn ihr seid einzig nur der Staat –
drum säet endlich gute Saat.

©ee

Getaggt mit