Noch Kind doch schon erwachsen …

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Noch Kind doch schon erwachsen …

Die halbe Zeit nur zur Schule gegangen,
doch rauchen schon wie ein Alter –
so ist er in seinem Alltag gefangen,
als drogengeschädigter Falter.

Die Strasse, sie ist sein Lebensquartier,
seit Jahren schon macht er dort Platte,
sein einziger Luxus, es mag klingen wie Hohn,
ist eine handgewebt Matte.

Auf ihr spürt er, bevor ihn der Schlaf übermannt,
die Hand seiner Mutter in frühkindlich Tagen –
irgendwo in fernem Land,
doch wo kann er niemand mehr fragen.

So lehrt ihn das Leben im Rhythmus der Tage,
daß des Abends nichts ist wie des Morgens es scheint –
es läßt ihn erfahren aus mannigfalt’ Plage,
dass auch Tränen erleichtern, wenn man sie weint.

©ee

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