Archiv für den Tag 3. November 2017

Sommersprossen…

 

 

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Sommersprossen.

Die kleinen frechen Sommersprossen,
rechts da auf der Stupsesnase,
erinnern mich – so stillgenossen –
an meine rotblond‘ Lieblingsbase.

Ich konnte nie den Blick ganz lösen
von dem verlockend‘ Pünktchenspiel –
mein Denken fing stets an zu rocken,
erreichte jedoch nie sein Ziel.

So lief ich ohne Wunscherfüllung
quer durch meines Lebens Jahre –
hoff’ immer noch auf Sehnens Stillung,
auch wenn verblaßt das Bild, das klare.

©ee

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Lutherjahr …

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Lutherjahr …

Wenn die Wahrheit mit Schleiern behangen
und ihre Konturen versteckt
dann ist die Klarheit im Nebel gefangen
und das Leben im Dunste verreckt.

Wenn die Wahrheit erfährt nicht die Ehre,
die höher gewichtet als der Lüge Gebein –
wenn selbst der Gott’sdiener Heere
erliegen manch’ trügerisch Schein,

dann ist es um Welt wohl geschehen,
dann hilft auch kein Lutherkonvent –
weil selbst durch die Gott’shäuser wehen
die Schwaden von „Wahrheit verpennt“.

Da mag man sich arg echauffieren
wenn Wahrwelt nicht folget dem Schein
da mag man das Tun insistieren
und ändert doch nichts an dem Sein.

Selbst bischöflich wohlgesetzt’ Worte
von Gesten final unterstützt –
klingen wie aus der Retorte
die am Ende dann keinem genützt.©ee

ewaldeden2016-10-31

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Die Welt.

 

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Die Welt.

Die Welt
von hoher Warte betrachtet
erkennst du sie als Majestät
doch Mensch
ist leider zu befrachtet
begreift es immer viel zu spät

Natur
braucht nicht uns Erdenwürmer
ohn’ uns käme sie passabel aus
fühlt Mensch
sich auch als Himmelsstürmer
in Wahrheit
ist er bloß ’ne Laus

eine Laus
im Garten der Natur
präsent an vielen Plätzen
hinterlässt eine zerstörte Spur
bei seinem
durch das Leben hetzen.

© ee

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November.

 

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November.

Der Tag verhält in seinem Lauf –

zögernd tasten sich die Stunden
mit klammen Fingern durch die Zeit –
verschleiert hab’ ich dich gefunden.
Natur – du bist zum Schlaf bereit.

Die letzten Blätter segeln träge
vom großen Baum am schwarzen Kolk –
hier und da sieht man am Wege
ein herbstlichmüdes Krähenvolk.

Die Gräser haben sich verwandelt,
geschmückt mit bunten Bändern –
sie tragen schon des Winters Kleid
mit handgemalten Rändern.

Ein müdes Nicken in den Büschen
zeugt noch von leichter Regung,
wenn ab und an ein Rabe schreit
ist das schon viel Bewegung.

Und plötzlich dann – in Tagesmitte,
ein Sonnenstrahl hat sich verirrt –
er eilt mit wunderlichem Schritte
bevor er sich im Dunst verliert.

Die Luft befeuchtet braune Erde,
sie schmücket sich mit weißem Glanz –
des Himmels schäfchenweisse Herde
stellt sich auf zum Wolkentanz.

Der Abend naht – das Dunkel sinkt
auf die Novembererde –
wenn leise dann Musik erklingt
hofft jeder, daß es Frühling werde.

©ee

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