Archiv für den Tag 11. November 2017

Der Nebelmonat November…

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Der Nebelmonat November…

Man sagt von ihm, er sei unromantisch.
Er hätte nur Platz für Trauer und Geister –
er dulde nur Nebel und Seelenkoppeister.
Er kennt nur auf Gräbern brennende Kerzen –
Gedenken an Gestern und Verluste voll Schmerzen.

Dabei ist es nur seine schattige Seite –
die Wendung von Stille und ruhigem Licht.
Im Halbglanz der Sonne die Stunden durchschreite,
und hör’ wie der Welt Hohnlachen bricht.

Schau segelnde Blätter von kahlenden Bäumen-
rieche des Herbstes vergehende Pracht,
genieße die Farben – beginne zu träumen,
ahne den Frühling – der schon bald wieder lacht.

©ee

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Halt ein …

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Halt ein …

Bleib einfach stehn auf deinem Wege
flieg’ nicht mehr bunten Träumen nach
bebrüte nicht mehr Scheingelege
werd`einfach mal ganz helle wach

Du siehst dann vieles anders scheinen
als es dir wohl im Fluge dünkt
aus einem Lachen wird oft Weinen
das trübe dann zu Boden sinkt

Aus einer Trauer wächst oft Freude
jungfräulich rein und blütenzart
drum rat ich dir – sei schlau, vergeude
nicht das, was du dir angespart

Schnell ist des Herzens Schatz geplündert
schnell ist der Schätze Truhe leer
sodass du nur noch ganz verwundert
schaust deinen Schätzen hinterher.

©ee

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am Morgen.

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Morgenblick

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Morgenblick.

Der Mond ist eine fahle Scheibe
als wenn er sich des Daseins schämt
in seiner himmlisch hohen Bleibe
wär er wohl lieber goldverbrämt

Jedoch dies flüssiggelbe Strahlen
ist nur der Sonne Vorbehalt
es würd’ auch auf dem Mond dem Kahlen
blitzgeschwind ganz steif und kalt

So ähnlich geht`s auch Erdgeschöpfen
sie möchten oft mehr Schein als Sein
und wandeln dann mit hohlen Köpfen
blind in Katastrophen rein.

©ee

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Nachtesschranken …

 

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Nachtgedanken … Nachtesschranken …
wie ein Schilf im Traumeswind
ist Begehren sacht am schwanken
es lächelt wie zufrieden Kind

Wenn der Tag uns dann erwecket
bleibt nicht viel von Traumes Spiel
den Rest am Besten man verstecket
sonst wird er noch der Neider Ziel …

©ee

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Mein Freund…

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Mein Freund . . .

Als ich ein kleiner Junge war
da hatt’ ich einen Freund.
Wir brauchten nicht zu reden –
verstanden uns auch so.

Wenn ich einmal ein Stück verzagt –
weil irgendwas daneben –
ein Blick in seine Augen,
und ich war wieder froh.

Die Schule war für ihn die Freude –
mir war sie nur ein täglich Muß.
Mittags war es aus mit lustig –
wenn die Glocke sang den Schluß.

Ich – ich lief vergnügt nach Haus
er ging einfach heim.

Ich spürte wie betrübt er war –
daß ihn sein Vater haute –
nur weil er einen Schritt vom Weg
heimlich mal zum Nachbarn schaute.

Die Mutter wagte nicht zu mucken –
der Schnaps machte den Vater stark,
versprach ihm alle Freude –
wenn er ihm nur zu Füßen lag.

Dann – eines Tag’s – im frühen Sommer –
ein Platz blieb leer im Klassenraum –
der Vater hatte zugeschlagen –
des Freundes Leben – aus der Traum

© ee

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Getaggt mit