Archiv für den Tag 14. November 2017

Vom Schlaf erwacht…

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Vom Schlaf erwacht…

Die Nacht – sie hat mich traumbegleitet
geheimnisvoll und sinnenschwer
hat ihre Traumwelt ausgebreitet
als endlos weites Sinnenmeer

’mal war ich Schiff in heulend’ Stürmen
oder auch Wrack in kochend See
in der die Well’n sich haushoch türmen
mit Kämmen weiß wie frisch gefall`ner Schnee

’mal war ich Felsen in der Brandung
unzerstörbar, standesfest
mit elefantendicker Wandung
die alles an sich abprallen lässt

Dann wieder war ich rettend Hafen
bot vielen Schutz vor Wind und Wetter
hat keine Zeit in Ruh zu schlafen
denn ich war gerne Lebensretter

Am liebsten jedoch war ich Insel
mit Stränden wie poliertes Gold
ich sah zwar viele Einfaltspinsel
doch war mir stets die Sonne hold.

©ee

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Nacht am Deich …

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Nacht am Deich …

Wenn der Nordwest mit brüllenden Tönen
und schauriger Macht die Wellen treibt
wenn Neptun mit seinen mächtigen Söhnen
hervortritt und nicht mehr am Meeresgrund bleibt

dann horch einmal still in die Nacht hinaus
gehe hinaus auf den Deich
ganz hinten – weit hinter des Sturmes Gebraus
hörst du es klingen – sehr leise und weich

es klingt wie das singen verlorener Seelen
es klingt wie der Harfen zitterndes Spiel
es klingt wie Rufe aus heiseren Kehlen
es weht durch die Weite – es findet kein Ziel

kein Ziel in den endlosen Weiten der Meere
kein Ziel in der endlichen Tiefe der See
kein Ziel in der dunklen randlosen Sphäre
vergeht sacht wie auf der Haut schmelzender Schnee

zurück bleiben Spuren gelebter Gefühle
die zärtlich und zart die Erinnerungen feuchten
die dann in erschauernder Kühle
als Sterne am nächtlichen Himmel leuchten

© ee

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freu Dich daran.

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©ee

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Des Tages Ahnen …

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Des Tages Ahnen …

Ganz zart streicht schon der Tag durchs Dunkel
man ahnt sein kraftvoll neu Begehr
noch scheint es spielerisch Gefunkel
doch wird’s mit jedem Atem mehr

der Himmel zeigt leichtzögernd Spuren
von dem was uns der Morgen bringt
rotes Gold fällt auf die Fluren
der erste Frühaufsteher singt

man schaut noch nicht sein bunt Gefieder
noch ist die Nacht zu nächtelig
jedoch verkünden seine Lieder
der hellen Sonne strahlend Sieg.

© ee

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Die Nacht . . .

 

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Die Nacht . . .

Herzschlag
für Herzschlag
hab’ ich gespürt,
Herzschlag für Herzschlag
hast du mich geführt.

Deine Hände –
sie waren so weich und so warm,
ich hab sie genossen –
und ganz fest umschlossen
hielt mich dein liebender Arm.

Ich fühlte das Leben überfließen –
war endlich in dir geborgen,
ich fühlte
den Keim des Lebens sprießen –
wie den dämmernden Morgen.

Ein irres Gefühl –
ein Berg voller Liebe
war in mir als ich erwacht –

ich wollte dich herzen
wollt’ fragen
ob `s so bliebe

du hattest dich leise

davongemacht.

© ee 

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