Obdachlos . . .

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Obdachlos . . .

Der Staub der Straße hüllt ihn ein
auf seinen langen Wegen
weiß nicht wo wird er abends sein
um zur Ruhe sich zu legen

Die letzte Mahlzeit war recht schmal
die Türen oft verschlossen
bei einem Haus hat man brutal
den Nachttopf über ihn gegossen

Oft beschimpft als arbeitsscheu
als Bettelmann und Berber
das war ihm alles nicht mehr neu
die Gründe war’n viel herber

Als stolzer Mann in seiner Blüte
mit Frau und Kind gesegnet
daß er sie alle wohl behüte
ihnen kein Leid begegnet

Ein Unfall nahm ihm Frau und Kind
die Trauer alles andere
man fragt sich wo die Freunde sind
wer trägt nun wes Gewande

Die Trauerreden waren kurz
das Beileid hielt die Kürze
verweht so schnell wie ‘n warmer Furz
nur der hat viel mehr Würze

So hat er sich denn fortbegeben
in ungewisse Tage
hat nächtens vielerorts gelegen
nur niemandem zur Plage

Nun wird es irgendwann verlaufen
sein Leben still im Sande
keiner wird ihm Blumen kaufen
verscharrt im Niemandslande.

©ee

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Getaggt mit

Ein Gedanke zu „Obdachlos . . .

  1. So schöne und traurige Zeilen. Halt Leben pur.
    Alles Liebe
    Gabi

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