Glaube, Liebe, Hoffnung …

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Glaube, Liebe, Hoffnung …

Nebel liegt wie Brei über allem,
Tröpfchen an Tröpfchen gewebt –
knorrige Bäume ins Nichts gefallen,
in endlicher Weite die Sagenwelt lebt.

Vom Turm auf der Klippe der Düne
die Glocke erklingt – unendlich weit –
zehn Männer da draußen tun Buße und Sühne,
machen sich und ihr Schiff zum Sterben bereit.

Sie hören die Glocke in tobender See,
sie lauschen mit schmerzenden Ohren –
das Ruder gedreht von Luv hin nach Lee,
drei Strich in Südwest liegt der rettende Hafen.

Noch sind sie nicht auf ewig verloren,
doch an Backbord da brechen die Wanten –
die Wellen zerschlagen den Mast,
der Kiel knirscht auf des Riffes Kanten.

Von Deck verschwindet die Last,
der Bug nicht zu sehen,
das Heck schwebt auf dem Wellenkamm,
für die Mannen unmöglich noch aufrecht zu stehen.

Hände und Füße sind eishart und klamm,
plötzlich erschüttert ein ächzen das Schiff –
es schüttelt sich und liegt dann ganz still,
das Wasser verzieht sich vom sandigen Kliff.

Neptun die Mannschaft doch noch nicht will,
er wartet und lauert auf neues Versuchen –
im wildest‘ Getöse kein Atemzug still.

Nie streckt er die Waffen – ist ständig bereit
da hilft nur leis’ beten – vermischt mit laut fluchen
und Hoffen, daß Gott jede Reise begleit’.

© ee

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