Archiv für den Tag 1. Februar 2018

Gefühlsscherben . . .

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Gefühlsscherben . . .

Hast du in dir
schon mal Abschied genommen
hast du schon mal
Gefühlsbruch geseh’n

plötzlich ist es mir
übergekommen
sah mich auf einem Haufen
von Scherben steh’n

wo ich auch hintrat
es knirschte und krachte
es tat im Herzen
mir jedesmal weh

wo ich auch schaute
was ich auch brachte
ich spürte Schmerzen
wie blutiger Schnee

die Sonne schien
hinter Stacheldraht
die Schatten
entstellten die Seele

ich kam mir vor
wie im größten Verrat
die Worte schnürten
die Kehle.

©ee

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Fern der Heimat . . .

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Fern der Heimat . . .

Nacht und Nacht und dunkle Stunden
kein heller Schein am Rande
ich habe lang kein Licht gefunden
hier – im fremden Lande

Zu Hause bin ich den Schatten geflohen
die deckten die Sonne der Freiheit
vergebens sucht’ ich den fröhlichen frohen
Umgang – und fand nur kleinlichen Wortstreit

Ich misse das Hören – ich misse den Mut
ich misse Verständnis der Nöte
ich misse der Freiheit lodernde Glut
ich misse der Unschuld Röte

Wo soll ich noch suchen – wenn nicht hier bei euch
wo – frage ich, kann ich es finden
das Glück, daß nicht den Glücklichen reut
wo kann ich mich endgültig binden.

©ee

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Täglich fragen …

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Täglich fragen …

Wer malet am Himmel der Wolken weiß,
wer ziehet die Striche und Bahnen –
wer lässet sie ziehen im Sonnenheiß,
wie lustig flatternde Fahnen?

All diese Fragen stell’ ich mir täglich –
die Neugier des Wissens treibet mich an,
doch bei den Antworten, da versage ich kläglich
und mir wird bewusst, wie wenig ich kann.

Doch hör ich nicht auf mit meinem Versuchen
Natur zu ergründen und sie zu begreifen
versuch’ mit dem Leben mich zu verbünden
und lass’ mich nicht hindern,

die Welt zu durchstreifen.

©ee

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