Die letzte Bank . . .

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Die letzte Bank . . .

Die letzte Bank am Ende
die weist man ihm als Platz
der Schorf bedeckt die Hände
das Hemd – ein schmutziger Latz

Eine Schultasche – die kennt er nicht
wovon sollt’ sie auch zehren
nur tausend Fragen im Gesicht
und keiner will ihn lehren

Sie stell’n ihn in den Mittelpunkt
begafft wie eine Hure
in Kinderhäme tief getunkt
doch ohne schützend Lure

Jeder im Dorf – hier an der Klippe
ob groß ob klein – ob reich ob arm
mißtraut dieser Zigeunersippe
wer sie sieht – schreit gleich Alarm

So wird die Mißgunst fortgetragen
vom Vater stets auch auf den Sohn
und irgendwann wird’s jemand wagen
verteilen dann des Hasses Lohn

Da wird dann niemand mehr gewichten
was wohl der liebe Gott so meint
es werden viele rechtlos richten
auch wenn Justitia sehr weint

Ist die Gewaltenzeit zu Ende
der Haß hat endlich ausgetobt
schaut jeder dann auf andere Hände
und sein eigenes Tun belobt

Der Kleine aus der letzten Reihe
hat viele Höllen überlebt
irgendwer gab ihm die Weihe
weil er stets nach Versöhnung strebt

Auch wenn die Aufrechnung gestrichen
glaubt nicht, daß euch vergeben wird
solange hin und hergewichen
man mit Entschädigung sich ziert.

©ee

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2 Gedanken zu „Die letzte Bank . . .

  1. Bewegende Gedanken. Danke!

    Gefällt 1 Person

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