Archiv für den Tag 5. April 2018

alte Häuser.

 

Alte Häuser…

Alte Häuser sichtbar Charm`
ist mit nichts zu vergleichen-
ihr Anblick stimmt das Herz mir warm,
als tät`ein Ahn durch`s Haar mir streichen.

Alter Häuser Altersflecken
an Fassad`und Schindeldach-
sie machen die Erinnerung wecken,
machenKindheits Freuden wach.

Alter Häuser blinkend`Fenster
zwischen grünem Laubgeränk-
sie scheinen Kinderzeits Gespenster,
wenn sie lärmten mit Gezänk.

Alter Häuser knarrend Türen
laden mich zum Eintritt ein-
blankgewienert Wege führen
locken mich ins Traumland rein.

Alter Häuser staubig Böden
mit geheimnisvoll` Verschlag-
sie füllen oft des Denkens Öden,
lösen manche off`ne Frag`.

Alter Häuser schummrig Keller
aus gewölbtem Mauerstein-
sie treiben mir den Herzschlag schneller
in Kindheits Gruselzeit hinein.

Drum lieb` ich alter Häuser Seelen
in denen noch ein Herzschlag schlägt-
ich kann und mag es nicht verhehlen
das mich ihr Schicksal sehr bewegt.

© ee

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Beim billigen Jakob …

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Beim billigen Jakob …

Infantiles, kurioses und skurriles,
hier gibt es wahre Hökerware –
von mindernull bis zu ganz vieles
einfarbig, buntgefleckt bis scheckig.

Glatzen und auch krause Haare
werden rund oder auch eckig.
Es gibt sie weich oder verstärkt,
auch wohl kupiert und ohrgesäumt.

Mit Prädikat
und unbewerkt,
mit Erinnerung beladen
oder postfrisch unbeträumt.

Es gibt sie in der Luxusklasse,
mit Goldgestick und Platinband –
es gibt sie auch als Schleudermasse
mit handgesticktem Rüschenrand.

So kauft bei mir an linker Seite
Prolet das, was ihm scheint’s noch fehlt –
zur rechten erwerben Gesellschaftsleute
Schnick und Schnack ganz unverhehlt.

Und alle Schichten sind’s zufrieden,
weil keiner merkt dass er beschissen
und glauben stolz dass sie gemieden,
das, was sie jeden Tag verrissen.

©ee

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