Archiv der Kategorie: ewald eden

Die Welt.

 

.

Die Welt.

Die Welt
von hoher Warte betrachtet
erkennst du sie als Majestät
doch Mensch
ist leider zu befrachtet
begreift es immer viel zu spät
Natur
braucht nicht uns Erdenwürmer
ohn’ uns käme sie passabel aus
fühlt Mensch
sich auch als Himmelsstürmer
in Wahrheit
ist er bloß ’ne Laus
eine Laus
im Garten der Natur
präsent an vielen Plätzen
hinterlässt eine zerstörte Spur
bei seinem
durch das Leben hetzen

© ee

Getaggt mit ,

Was ist los mit diesem Morgen ?

.

Was ist los mit diesem Morgen ?

Träge tröpfeln die Minuten
Nacht will Heut’ partout nicht enden
sonst sagt Zeit ich muß mich sputen
kann oft nicht mal den Satz vollenden
irgendetwas lähmt den Gang
wie Sandkorn im Getriebe
selbst des Turmes Glockenklang
klingt wie lustlos’ Tongeschiebe
was ist nur los mit diesem Morgen
warum fasst er so zögernd Tritt
kann mir doch keinen anderen borgen
da spielt denn doch der Tag nicht mit
so bleibt in mir die quälend Frage
auf die ich keine Antwort find’
und die ich durch die Stunden trage
wie eine Mutter ihr behindert Kind.

© ee

Getaggt mit , , ,

Horch mal …

.

Horch mal …

Hörst du den Nachtwind leise grüßen –
fühlst du, wie das Meer dich lockt?
Der Sand flieht unter deinen Füßen –
während Neptun auf den Wellen hockt.

Das Mondlicht tanzt auf den Kämmen der Wogen,
das Wasser spielt am Dünenrand.
Es scheint, das Leben hat mich betrogen,
ums Glück, das ich hier auf der Insel einst fand.

Ich suche jetzt die vergangenen Jahre,
vermisse die Wärme – entbehre das Glück.
Das Schicksal gibt mir am Ende das Wahre –
gibt mir die einzige Liebe zurück.

Ich lausche auf der Sterne Sagen,
der Himmel flüstert es mir zu.
Die Wolken meine Sehnsucht tragen –
denn wo sie sind, da bist auch du.

Ich spüre deiner Seele Fühlen –
bist du auch weit, weit von mir weg,
ich muß mein dich begehren kühlen,
sonst sterbe ich an diesem Fleck.

Hörst du den Nachtwind leise grüßen –
fühlst du, wie das Meer dich lockt?
Der Sand flieht unter deinen Füßen –
während Neptun auf den Wellen hockt.

Das Mondlicht tanzt auf den Kämmen der Wogen,
das Wasser spielt am Dünenrand.
Es scheint, das Leben hat mich betrogen,
ums Glück, das ich hier auf der Insel einst fand.

Ich suche jetzt die vergangenen Jahre,
vermisse die Wärme – entbehre das Glück.
Das Schicksal gibt mir am Ende das Wahre –
gibt mir die einzige Liebe zurück.

Ich lausche auf der Sterne Sagen,
der Himmel flüstert es mir zu.
Die Wolken meine Sehnsucht tragen –
denn wo sie sind, da bist auch du.

Ich spüre deiner Seele Fühlen –
bist du auch weit, weit von mir weg,
ich muß mein dich begehren kühlen,
sonst sterbe ich an diesem Fleck.

© ee

Getaggt mit , , , ,

Des Tages Ahnen …

.

Des Tages Ahnen …

Ganz zart streicht schon der Tag durchs Dunkel
man ahnt sein kraftvoll’ neu Begehr
noch scheint es spielerisch’ Gefunkel
doch wird’s mit jedem Atem mehr

der Himmel zeigt leichtzögernd Spuren
von dem was uns der Morgen bringt
rotes Gold fällt auf die Fluren
der erste Frühaufsteher singt

man schaut noch nicht sein bunt’ Gefieder
noch ist die Nacht zu nächtelig
jedoch verkünden seine Lieder
der hellen Sonne strahlend Sieg.

© ee

.

Getaggt mit

zum Abend.

© ee

Getaggt mit

ein Morgengruß . . .

.

Morgengruß . . .

Die Nacht hat dich noch nicht verlassen
da zieht ein Duften zu dir her
es schmeichelt dir – du kannst es fassen
die Brötchen sind’s – und noch viel mehr

Gebackenes in allen Arten
für jeden ist etwas dabei
der Gaumen kann es kaum erwarten
des Meisters Kunst setzt Lüste frei

man schmeckt die Liebe zur Natur
schaut plötzlich anders in den Tag
der Bäcker setzt die Zeichen nur
er weiß was Leckermäulchen mag

© ee

.

.

Getaggt mit

Der Strandläufer …

.

Der Strandläufer …

Flüchtige Spuren im fließenden Sand
die Wellen umspielen die Füße
in morgendlich Kühle am endlosen Strand
suche ich der Vergänglichkeit Grüße

auf den Weiten der See verlorene Fracht
von Schiffen die längst in der Zeit versunken
von harten Männern an Bord einst verstaut
die irgendwo da draußen ertrunken

ich find’ Reste von zersplitterten Masten
die vor Zeiten stolze Segel getragen
und verrottete Planken von manch altem Kasten
mit bräunlichem Eisen und Kupfer beschlagen

jedes Teil davon erzählt mir Geschichten
von krachendem Sturm und dräuender Not
jedes Einzelne kann mir von Kämpfen berichten
deren Ende stets war der einsame Tod.

© ee

.

Getaggt mit

Noch kein „letzter“ Sommer …

.

Noch kein “ letzter “ Sommer …

Der letzte Sommer meiner Kindheit
ich war doch noch so unberührt
ich war doch noch so voller Blindheit
die Lust hatt’ mich noch nicht verführt

Der letzte Sommer meiner Jugend
ich war doch noch so hungervoll
ich war doch noch so voller Tugend
und sah das Leben noch so toll

Der letzte Sommer meiner Drangzeit
ich war doch fast schon übersatt
ich sah es an als Lebens Halbzeit
dabei war ich schon fast schachmatt

Der erste Sommer gleich dahinter
er machte mir ganz plötzlich klar
dass es sehr kühl und fast schon Winter
und der Beginn vom Ende war

Doch plötzlich keimte neues Blühen
ein neuer Sproß am alten Holz
ich musste mich auch nicht groß mühen
und was draus wurd’ das macht mich stolz.

© ee

.

.

Getaggt mit , ,

Traumwelt.

.

Traumwelt.

Die Luft bewegt sich in zitternden Wellen
kein Wölkchen am Himmel – im Lichte dem Grellen
die Sonne beherrscht das Firmament
kein Strich mehr Himmel und Erde trennt

alles ist fließender Übergang
ob weite Strände – ob steiler Hang
das Rauschen der Brandung vereint sich im Wind
mit Tönen die aus der Ferne sind

die Laute der sich wiegenden Bäume
erwecken im Kopfe die herrlichsten Träume
die Natur – sie spielt ein großes Konzert
niemand die fleißigen Spieler stört

so erhofft man sich den Zustand der Welt
bis man dann aus dem Traume fällt…

© ee

.

.

Getaggt mit , ,

Prisen.

.

.

Prisen.

Wassertäler – Wellenberge
im Mondlicht blinkt der weiße Sand
auf Wogenkämmen tanzen Zwerge
Gott Neptun liegt am hellen Strand

Es irren die Lichter in den Klippen
so manches Schiff vom Kurs abkam
der Wind hat Lieder auf den Lippen
da strandete so mancher Prahm

Zerschlagen an der Felsenküste
liegt Schiff auf Schiffsleib Jahre schon
wenn man nicht um das Irrlicht wüßte
man hielte es für Teufels Lohn

Denn wie des Sensenmanns Gerippe
leuchten gebleichte Spanten – weiß
es scheint wie eine große Sippe
entsprungen aus der Hölle heiß

Den Menschen in dem Küstenstreifen
ist jede Prise lieb und wert
alles was sie sich ergreifen
auf jetzt und immer ihnen gehört

Das wohl auch in fernen Welten
manch’ Träne manches Auge feuchtet
mag Recht auch noch so rechtens gelten
an diesem Strand das Irrlicht leuchtet.

© ee

.

Getaggt mit ,