Archiv der Kategorie: im Heute

Lichtspiegelungen :

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Lichtspiegelungen :

Die Tiefen und Untiefen
zeichnen ein Muster.
Ich sitze auf dem Tag.
Der Himmel über mir
ist ausgefranst.

Blass die Sonne
milchiges Wolkenschweben .
Vereinzelte Sonnenstrahlen
glänzen auf taufrischem Grün.
Zwischen meinen Fingern
quetscht sich die Luft unhaltbar.

Hoch tönt der Wind
lässt Sehnsucht zitternd
durch mein Haar fallen
verfängt sich hinter dem Ohr
dem Rechten
ein leises flüstern
wie ein Gruß von dir.

© Chr.v.M.

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Sonntagmorgen..

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Sonntagmorgen…

Die Welt kommt rasend schnell auf Touren
der Tag beginnt sein Taggeschäft
oh Gott, ich bin ja noch auf Schluren
merk’ ich, als mich ein Hund ankläfft.

Schon früh mit Links falsch aufgestanden
der Kaffee war mehr kalt als heiß
da schwant’ mir schon, ich würd’ wo landen
wo ich nicht wollt’, in irgend son Scheiß.

Am Abend ging’s schon seltsam los –
irgendwie war ich durch den Wind,
der Nachthos’ Hintern ziert den Schoß
ich fühlt’ mich hilflos wie ein Kind.

In der Nacht dann diese Träume,
von Riesenbergen Himbeereis
und als ich schlecken wollt’ die Schäume
war meine Traumwelt schon verwaist.

‘ne bunte Zuckerstang’ erschien mir,
war in der Kindheit höchstes Ziel –
doch als ich legt mich ins Geschirr
war’s wieder nur des Traumes Spiel.

So dreh ich Nächtens meine Runden,
mal freudig und mal angstverzerrt –
mal wach ich auf, total zerschunden,
ein andermal selbst ausgesperrt.

Mir scheint das Leben eine Scheibe,
die dreht sich wie ein Karussell –
ich weiß noch nicht, wie lang’ ich bleibe
an der mir zugewies’nen Stell’.

©ee

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Nicht nur in Syrien …

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Nicht nur in Syrien …

Die Hoffnung sie keimte –
sie blieb immer grün,
doch nie sah am Stamme
man Früchte erblüh’n.

Sie macht das Geschehen
nur immer erträglich-
doch beim verhindern des Bösen,
da versagt sie ganz kläglich.

Sie grünt stets solange
bis alles Leben verschwunden,
und dann im Lande
man nur noch Ruinen gefunden.

Dann loben sich alle –
und mit sehr vielem Pultern
klopft einer dem anderen
noch begeistert die Schultern.

Was hat man doch wieder „Großes“ vollbracht,
indem zum Verhindern man gar nichts gemacht –
ausser um der eigenen Pfründe Willen
geliefert die Panzer und die tödlichen Zwillen.

© ee

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Der Morgen

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Der Morgen.

Aus den Tiefen der Nacht
entsteht neu der Morgen
zögernd noch geht er
aufs Sonnenlicht zu

mit lautlosen Schritten
unhörbar sacht
halb noch verborgen
in nächtlicher Ruh’

die Wolken sie weichen
dem bläuen des Tages
sie lösen sich auf
wie Nebelgespinst

und plötzlich sagt der Morgen
* ich wag es *
als er beherzt
in die Sonne gelinst.

© ee

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Das „Netzwerk“.

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Ausgewogen ….

Das „Netzwerk“ das ist keine Frage
ist das Werk gegenwärt’ger Tage
doch auch da gilt die Erkenntnis
auch wenn’s nicht erkannt als Selbstverständnis

dass nichts – gleich wie krummschief es auch steht
gegen die natürlich‘ Ordnung geht
und immer hält sich all’s die Gleiche
ob’s lebend Gut, ob’s tote Leiche

da ist jemand der Ordnung hält
und scheint sie noch so schlecht die Welt
nach jedem Schwalle dicker Luft
die irgendwann irgendwo verpufft

kommt stets ein rein’gend‘ Himmelswind
und macht die Lüfte wieder lind
bei allem kommt es nur drauf an
wo man so hinriecht dann und wann

ob man erträgt das Nasenkrausen
wenn jemand grad ließ einen sausen
oder ob man, wie’s so geht,
mehr auf Veilchens Düften steht …

des Schöpfers Welt ist’s schietegal
was dominiert in Menschheits Kral
am End ist alles nur Melasse
als Sondermüll der Sonderklasse

in großer Masse produziert
er wiederum „Normal“ gebiert
und weiter hält sich all’s die Waage
für’s Heute und für alle Tage.

©ee

ewaldeden2016-03-02

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Buchstaben-Abrakadabra .

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 Buchstaben – Abrakadabra .

Als es mich zum Schreiben trieb
in vorgerückten Lebens Phase,
da ahnt’ ich nicht dass ich dort blieb –
wußt’ nicht ob’s Felsen oder Blase.

Ich kannte nur die Tintenfeder
für Schreiberlinges Handeswerk,
d’rum so ringsumher mich jeder
betrachtet wohl als Dinozwerg.

Nach ungezählten Handschreibblättern
erbarmt sich mir ein Neffe meiner –
bracht mir’n Maschinchen für die Lettern
und macht’ mich damit allgemeiner.

An diesem ersten Hilfsgehirn
aus seinen PC Grundschultagen,
hab ich zermartert mir die Birn’
und tat es immer wieder wagen.

‘ne neue Welt tat sich mir auf –
oder war sie gar nicht neu –
Verbreitung bot sie mir zuhauf,
ich nutzte sie ganz ohne Scheu.

Was ich dann so produzierte
in mir noch fremder Datenwelt,
war als wenn ich kurspazierte
in groß’ Gesellschaft ohne Geld.

©ee

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kleine wunder.

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kleine wunder.

ein flüstern ist`s
ein lächeln auf der haut
das sanft
mich streichelt

das wort das du gehaucht
und sich ausbreitet
hab ich im traum verbaut
es hat mir so geschmeichelt

so fängt mein morgen
mit deinem lächeln an
ganz zärtlich sacht
das durch den tag

mich leitet.

© Chr.v.M.

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Hörst du …

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Hörst du…

Hörst du das Wispern der Frühlingsgräser
im frostigkahlen Morgenlicht –
hörst du das Tönen der Kirchturmbläser
das sich unter den eilenden Wolken bricht?

Hörst du das Knispern der trockenen Reiten
über dem blinkernden moorigen Grund –
hörst du der Wellen Geschlag’ in dem weiten,
vom Himmel begrenzten und bläuendem Rund?

Hörst du des Windes emsiges Raunen –
wie stetiges Leben über dem Watt,
es zeiget uns Werden, es machet uns staunen
dass Erde all’ diese Wunder noch hat.

Genießet das alles und füget euch ein –
erkennet die Werke als schlüssig,
denn wenn ihr’s nicht könnt,
dann wird es bald sein

dass Mensch auf Erd’ mehr ist als flüchtig.

©ee

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Hoffnung ist alles . . .

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Hoffnung ist alles . . .

Dichte Wolken, dunkle Tage
alles das gibt es im Leben
doch ist noch so groß die Plage
es wird auch noch was and’res geben

schau nach vorn
schau durch die Wolken

dahinter scheint ganz hell die Sonne
das Leben gibt dir Freudensicht
das Herz erfüllet sich mit Wonne
wenn sie dann durch die Wolken bricht

drum bleib nicht steh’n
umgeh die Steine
such deinen Weg
und stolper nicht

du merkst
zu keiner Zeit warst du alleine
von irgendwo
scheint stets ein Licht.

©ee

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Hilflos . . . ?

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Hilflos . . . ?

Die Erde bebt und kracht und zittert
zerstöret jedes Menschenwerk
was er gebaut, das bricht und splittert
gegen sowas ist der Mensch ein Zwerg

Viele vieltausend Menschenkinder
verlieren alles bis auf’s Leben
selbst Millionen heiliger Rinder
können keine Hilfe geben

Zur gleichen Zeit – an andrer Stelle
werden Kühe durch den Herd gejagt
eine Riesentiermordwelle
weil Wirtschaft ökonomiegeplagt

Viele namenlose Kinder
nirgendwo steht ihre Zahl
haben keine Essensfinder
sterben täglich Hungers Qual

Wir haben doch nur eine Welt
könnt’ man sie nicht umrunden
und da die Güte niederfällt
wo Elend man gefunden.

©ee

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