Archiv der Kategorie: Poesie

Blogpause vom 22.10.2017 – bis 29.10. 2017

 

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unseren Lesern wünsche ich eine gute neue Woche, bleibt gesund.

liebe Grüsse Christin

 

Die Welt.

 

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Die Welt.

Die Welt
von hoher Warte betrachtet
erkennst du sie als Majestät
doch Mensch
ist leider zu befrachtet
begreift es immer viel zu spät
Natur
braucht nicht uns Erdenwürmer
ohn’ uns käme sie passabel aus
fühlt Mensch
sich auch als Himmelsstürmer
in Wahrheit
ist er bloß ’ne Laus
eine Laus
im Garten der Natur
präsent an vielen Plätzen
hinterlässt eine zerstörte Spur
bei seinem
durch das Leben hetzen

© ee

Getaggt mit ,

Was ist los mit diesem Morgen ?

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Was ist los mit diesem Morgen ?

Träge tröpfeln die Minuten
Nacht will Heut’ partout nicht enden
sonst sagt Zeit ich muß mich sputen
kann oft nicht mal den Satz vollenden
irgendetwas lähmt den Gang
wie Sandkorn im Getriebe
selbst des Turmes Glockenklang
klingt wie lustlos’ Tongeschiebe
was ist nur los mit diesem Morgen
warum fasst er so zögernd Tritt
kann mir doch keinen anderen borgen
da spielt denn doch der Tag nicht mit
so bleibt in mir die quälend Frage
auf die ich keine Antwort find’
und die ich durch die Stunden trage
wie eine Mutter ihr behindert Kind.

© ee

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Nachtküsse.

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Nachtküsse.

In meinen Träumen bewahre ich
das Staunen und dein Lachen
wenn schlaftrunken alle Sterne
auf meine Märchendächer purzeln
und der Mond spitzbübisch
durch staunende Traumfenster blickt.

Bis die knarrende Türe des Morgens
in den neuen Tag fällt
und alle Lichtpunkte auf meiner Bettdecke
sich in Glücksmomente verwandeln
und ich sie festhalte am Saum
der verschwiegenen Nacht.

© Chr.v.M.

Getaggt mit ,

zum Abend.

© ee

Getaggt mit

ein Morgengruß . . .

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Morgengruß . . .

Die Nacht hat dich noch nicht verlassen
da zieht ein Duften zu dir her
es schmeichelt dir – du kannst es fassen
die Brötchen sind’s – und noch viel mehr

Gebackenes in allen Arten
für jeden ist etwas dabei
der Gaumen kann es kaum erwarten
des Meisters Kunst setzt Lüste frei

man schmeckt die Liebe zur Natur
schaut plötzlich anders in den Tag
der Bäcker setzt die Zeichen nur
er weiß was Leckermäulchen mag

© ee

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Der Strandläufer …

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Der Strandläufer …

Flüchtige Spuren im fließenden Sand
die Wellen umspielen die Füße
in morgendlich Kühle am endlosen Strand
suche ich der Vergänglichkeit Grüße

auf den Weiten der See verlorene Fracht
von Schiffen die längst in der Zeit versunken
von harten Männern an Bord einst verstaut
die irgendwo da draußen ertrunken

ich find’ Reste von zersplitterten Masten
die vor Zeiten stolze Segel getragen
und verrottete Planken von manch altem Kasten
mit bräunlichem Eisen und Kupfer beschlagen

jedes Teil davon erzählt mir Geschichten
von krachendem Sturm und dräuender Not
jedes Einzelne kann mir von Kämpfen berichten
deren Ende stets war der einsame Tod.

© ee

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Noch kein „letzter“ Sommer …

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Noch kein “ letzter “ Sommer …

Der letzte Sommer meiner Kindheit
ich war doch noch so unberührt
ich war doch noch so voller Blindheit
die Lust hatt’ mich noch nicht verführt

Der letzte Sommer meiner Jugend
ich war doch noch so hungervoll
ich war doch noch so voller Tugend
und sah das Leben noch so toll

Der letzte Sommer meiner Drangzeit
ich war doch fast schon übersatt
ich sah es an als Lebens Halbzeit
dabei war ich schon fast schachmatt

Der erste Sommer gleich dahinter
er machte mir ganz plötzlich klar
dass es sehr kühl und fast schon Winter
und der Beginn vom Ende war

Doch plötzlich keimte neues Blühen
ein neuer Sproß am alten Holz
ich musste mich auch nicht groß mühen
und was draus wurd’ das macht mich stolz.

© ee

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Prisen.

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Prisen.

Wassertäler – Wellenberge
im Mondlicht blinkt der weiße Sand
auf Wogenkämmen tanzen Zwerge
Gott Neptun liegt am hellen Strand

Es irren die Lichter in den Klippen
so manches Schiff vom Kurs abkam
der Wind hat Lieder auf den Lippen
da strandete so mancher Prahm

Zerschlagen an der Felsenküste
liegt Schiff auf Schiffsleib Jahre schon
wenn man nicht um das Irrlicht wüßte
man hielte es für Teufels Lohn

Denn wie des Sensenmanns Gerippe
leuchten gebleichte Spanten – weiß
es scheint wie eine große Sippe
entsprungen aus der Hölle heiß

Den Menschen in dem Küstenstreifen
ist jede Prise lieb und wert
alles was sie sich ergreifen
auf jetzt und immer ihnen gehört

Das wohl auch in fernen Welten
manch’ Träne manches Auge feuchtet
mag Recht auch noch so rechtens gelten
an diesem Strand das Irrlicht leuchtet.

© ee

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Friedens-Nobelpreis …

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Friedens-Nobelpreis …

Frieden ist ein schwierig’ Wort,
kommt’ leicht oft über Kriegers Lippen –
dahergesagt an vielen Ort’,
wo Blut strömt über bleiche Rippen.

Kein Wort wohl in des Schöpfers Welt
wird so mißbraucht, so vergewaltet,
wohl häuf’ger noch als das Wort Geld,
das Machteshungers Welt gestaltet.

„Frieden“ erweckt bunte Bilder
in vieler Menschen Hoffenssinn –
doch meist sind’s nur Reklameschilder,
mit Gift und Sprengstoff mittendrin.

Da wird ein Preis wohl ausgelobt,
der zu Beginn auch wohl recht nobel –
sollt’ Hoffnung wecken wo Krieg tobt,
sollt’ wertvoll sein wie Königs Zobel.

Geworden ist aus ihm ‘ne Masse,
wie Ware auf des Hökers Karren –
mit Qualität der Unterklasse,
für die Begier der Völker Narren.

© ee

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