Archiv der Kategorie: Textparadies

Zusammenhänge . . .

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Zusammenhänge . . .

Weiße Wolken segeln am Himmelsblau
auf bunten Wiesen liegt silberner Tau
Schmetterlinge strecken die Flügel weit
von Bäumen es wohl Blüten schneit

Die Sonne streut ihre Strahlen aus
des Star sitzt stolz vor seinem Haus
die Lerchen in den Lüften singen
Adebar spreizt seine Schwingen

Der Specht läßt seinen Schnabel schnellen
als wollt’ er hohe Bäume fällen
Eichhörnchen flitzen auf die Schnelle
sie suchen ihre Vorratsstelle

Jeder hat mit sich zu tun
denkt blasiert das Hühnerhuhn
kratzt vergnügt dann in dem Mist
ob da nicht was zu speisen ist

Unter’m Laub am Waldesgrund
geht es auch ganz mächtig rund
Ameisen mit und ohne Flügel
bauen sich ‘nen Riesenhügel

Ab und an die Erde lebt
wenn der Maulwurf seinen Gang aushebt
die Elster sitzt in Nachbars Garten
sie wird auf irgend etwas warten

Und wenn wir dann mal neben uns steh’n
und uns mal aus der Ferne seh’n
dann fällt uns mit Erstaunen auf
wir sind ein Teil der Erde Lauf.

©ee

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Des Lebens Reise …

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Des Lebens Reise …

Auf nächtlichen Gedankenflügeln
fliegen wir durch Zeit und Raum
landen in Tälern und auf Hügeln
ruhen aus in manchem Baum.

Durchstreifen Schicksals Nebelweite
wärmen uns im Sonnenlicht
leben an des Glückes Seite
bis eines Tags das Auge bricht …

Fragt man uns dann
was wir gesehen
steh’n wir meist verworren da
das Leben ist um uns geschehen

wir wissen nicht einmal wie’s war …

©ee

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Die Locken . . .

 

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Die Locken . . .

Die Locken kräuselt sacht der Wind
fährt zart durch seidig braunes Haar
ihr Lachen ist halb Frau – halb Kind
ein schönes ungleich gleiches Paar.

Das dunkle Ahnen in den Augen
das kleine Wissen um den Mund
Düfte die dich an sich saugen
deine Gefühle schleudern rund.

Die Vielfalt deiner Sinne spüren
beschränkt auf dieses eine Wesen
soll alles nur zu einem führen
zum Ritt auf einem Hexenbesen.

Und ist sie dann geschehen
die holde Seligkeit
wird langsam sie verwehen
in tiefe Endlichkeit.©ee

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Die Stecknadel . . .

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Die Stecknadel . . .

Die Stecknadel – dies kleine Ding
hat riesengroße Kräfte
ob sie nun steckt im Hosenring
oder in Ärmels Schäfte

Unscheinbar kommt sie daher
ohn’ Schmuck und viel Geplunder
ihr fehlt sogar das Nadelöhr
sie ist ein kleines Wunder

Doch wenn sie sich entschlossen hat
mal richtig aufzutrumpfen
dann gibt es Schmerzensschreie satt
aus stichgequälten Rumpfen

Ist sie vergnügt dann sticht sie nur
mit klitzekleinen Spitzen
doch ist sie schlechte Laune pur
kann sie sich schon erhitzen

Es bremst sie nur ihr schlauer Kopf
im Eifer des Gefechtes
daran erkennt der kluge Schopf
sie ist weiblichen Geschlechtes.

©ee

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die gold’nen Wegesfahnen…

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Die gold’nen Wegesfahnen…

Möwenklang und Meeresrauschen
Windessang und Stille lauschen

die Melodien der Inselnacht
begleitet nur von Lichtes Bahnen
des Weisers oben auf der Dün’
sie sind wie gold’ne Wegesfahnen
die blitzend ihrer Wege zieh’n
leis’ singend wiegen sich Dünengräser
an sandig’ Hügel sanftem Hang
der Schöpfung großer Zeitverweser
bestimmt den zauberhaften Klang
der Menschen Geist kann es nicht fassen
er ist für Vieles viel zu klein

drum sollt’ er manche Dinge lassen
sonst läuft er in’s Verderben rein.

© ee

am 16. November 2009

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Herzenstränen.

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Herzenstränen.

Im Sonnenlicht glitzern die Herzenstränen
in Jedem blinkt ein Stück Seele von Dir
in mir ist ein kribbeln – in mir ist ein sehnen
es ist wie ein buntes Bildergewirr

ich seh’ Deine Augen
ich sehn’ Deinen Mund
zu was frag’ ich
soll ich noch taugen

ich lauf’ wie ein Kirmespferd
im Kreise stets rund
die Spur meiner Seele wird tiefer und tief
des Tages Licht wird immer minder

mein Inneres hängt schon wolkenschief
mein Herz scheint wie ein fleckiger Binder
zertreten zertrampelt
so komm ich mir vor

ich kann nur noch leise
Dich rufen
ich seh’ in der Höhe der Liebe Tor
und bau mir jetzt eherne Stufen.

© ee

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Spürst Du…

 

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Spürst Du…

Spürst Du
wie Dein Sehnen die Knitter verliert

spürst Du
das Dein inneres Ich nicht mehr friert

spürst Du
ein fröhliches Wiedererwachen

spürst Du
die Freude die Worte Dir machen

die Worte
die Vergang’nes beschreiben

die Worte
die den Nebel vertreiben

den Nebel
auf Seelen- und Herzenswänden

plötzlich hältst Du Dich selbst in den Händen
plötzlich ist alles sonnengoldklar

nichts und niemand
kann Dich mehr schrecken

ganz gleich
wie es in der Vergangenheit war.

© ee

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Heinrich träumt.

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Heinrich träumt.

Heinrich träumt
in verwegenen Träumen
macht im Traum alles das
was er sonst nicht gedurft.

Er liegt verträumt
unter blühenden Bäumen
an die er sonst
blicklos vorbei geschlurft.

Er nascht an schwellenden Süßigkeiten
er kostet von verbotenen Früchten
die alle ihm den Himmel bereiten
den Himmel gefüllt mit drängenden Süchten.

Er schlägt sich den Bauch
bis obenhin voll
und findet das Ganze
berauschend und toll.

Er hört in den Bäumen
die Lachtauben gurren
dabei ist sein Magen
nur schrecklich am knurren.

© ee

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Verstand und Liebe.

 

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Verstand und Liebe.

Wer dem Verstand das Recht einräumt
das Leben zu bestimmen
hat jeden Traum schnell ausgeträumt
sieht ihn im Staub zerrinnen.

Verstand und Liebe sind sich gram
sie könn’n sich nicht verstehen
weil vom Verstand nie Gutes kam
nicht Gutes kann mit ihm beginnen.

Laß stets der Liebe Hoheit walten
weis’ den Verstand auf seinen Platz
nur so kann Leben sich entfalten
nur so bewahrst du Herzens Schatz.

Verstand hat Kriege ausgelöst
Verstand hat Welt verschandelt
bei zuviel Verstand – die Liebe döst
und alles wird in Nacht verwandelt.

Drum laß dein Herz als erstes sprechen
bei allem was geschieht
sonst wird dir Herz und Seele brechen
und dir die Liebe flieht.

©ee

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Ein Mutterherz.

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Ein Mutterherz.

Einer Mutter Herz hört niemals auf zu bangen
einer Mutter Herz ist ständig auf der Hut
einer Mutter Herz kann in das Feuer langen
nur ein Mutterherz hat soviel Mut.

Ein Mutterherz wird niemals sich verbiegen
ein Mutterherz verkauft sich nicht
ein Mutterherz wird erst am Boden liegen
wenn ihm ein Herz die Seele bricht.

Ein Mutterherz ist stark wie glühend Eisen
ein Mutterherz ist zart wie frischer Schnee
ein Mutterherz es braucht nicht zu beweisen
dass es das Glück fühlt und auch Weh’.

Ein Mutterherz das sollte man verehren
ein Mutterherz verdient nur Liebe pur
dem Mutterherzen sollt’ man nichts verwehren
denn Mutterherzen folgen deiner Spur …

©ee

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