Tageslichter : Strohfeuer.

.

.

Wer sich an einen Strohhalm klammert,
wird sich am Strohfeuer brennen.©ee

.

Getaggt mit , ,

Tageslichter : Verzeihen.

.

.

Verzeihen.

Eine gute Anwandlung
sühnt tausend schlechte Gedanken.

©ee

Getaggt mit , ,

Mein Land . . .

.

Mein Land . . .

Ich kehre weiß gekleidet zurück
und weine viel – wie sie wissen

ich werde begraben
hinter dem Glück
und schwebe über den Wolken
ich werde Nebel –
ich werde Zeit

ich kehre zurück – wie sie wissen

ich gewande mich schwarz
und weine in Trauer
ich harre in Stille für die Toten der Mauer
ich bezeichne die Täter
und schlucke die Tränen

ich kehre zurück – wie sie wissen

ich male
die Farbe der Unschuld
und lasse das Land
dem Verbrecher
ich kehre zurück –

eine fliegende Seele
die über den Wohnstätten schwebt
ich schütze die Kinder –
und werde zur Rose
damit die Liebe weiter lebt

ich kehre zurück – wie sie wissen

ich werde zur Blume
die sprießt auf den Gräbern
es schließt sich der Ring um den Sand
ich werde mich freuen der alten Getreuen
und grün wird das blutige Land.

ich kehre zurück – wie sie wissen.© ee

.

Die Gefühle meines syrischen Freundes Muhamad in deutsche Worte gesetzt

© ewaldeden 2002 geschrieben

gegen das Vergessen….

Getaggt mit

Fatmas Gedanken . . .

.

Fatmas Gedanken . . .

Leises Rufen in der Frühe
kam mit der Sonne von dir
es war mir,
als wäre mit zartem Gefühl
deine Stimme in mir

durch die Fenster
zum Garten hört’ ich dein Sagen
es war wie das flüstern des Windes
es klang mir im Ohr wie trauriges Fragen
wie das Sehnen eines verlassenen Kindes

es umweht mich ein Hauch
in der Frische des Tages
herzkühl und begehrend heiß
ich kann es nicht sehen – ich mag es
obwohl ich dich weit von mir weiß

eine silberne Träne
schleiert mein Schauen
mein Denken flüchtet zu dir
ich möcht’ eine Brücke mir bauen
hoch über des Lebens Gewirr

ein Vogel löst sich vom Baume
er verläßt seinen sicheren Hort
ich seh’ ihn in meinem Traume
er fliegt mit mir
an fernen Ort

sei vorsichtig kleiner Geselle
das dir kein Leid widerfährt
eile dich –
fliege ganz schnelle
trage mich in das Licht

finde für mich dort den Liebsten
weil sonst meine Seele zerbricht

©ee

.

Getaggt mit

Nicht nur in Syrien …

.

Nicht nur in Syrien …

Die Hoffnung sie keimte –
sie blieb immer grün,
doch nie sah am Stamme
man Früchte erblüh’n.

Sie macht das Geschehen
nur immer erträglich-
doch beim verhindern des Bösen,
da versagt sie ganz kläglich.

Sie grünt stets solange
bis alles Leben verschwunden,
und dann im Lande
man nur noch Ruinen gefunden.

Dann loben sich alle –
und mit sehr vielem Pultern
klopft einer dem anderen
noch begeistert die Schultern.

Was hat man doch wieder „Großes“ vollbracht,
indem zum Verhindern man gar nichts gemacht –
ausser um der eigenen Pfründe Willen
geliefert die Panzer und die tödlichen Zwillen.

© ee

.

Getaggt mit

Tageslichter : Fragezeichen .

.

Fragezeichen .

Ist es Selbstlosigkeit
oder der Anfang vom Ende einer Freundschaft :

Wenn man den richtigen Moment abwarten will,
um von seinen Problemen zu erzählen?

©ee

Getaggt mit , ,

Ein neuer Morgen.

.

Ein neuer Morgen.

Der Morgen
reibt sich den Schlaf
aus den Augen
die Müdigkeit flattert geschwind davon

er beginnt an des Himmelslicht Strahlen zu saugen
und eilens steigt aus dem Meere die Sonn`

wie flüssiges Gold leuchten die Fluten
Vögel streichen geschwind drüberhin
blaue Weite verschluckt lichtes Gluten
es öffnet sich erkennender Sinn.

©ee

Ewald Eden 2007

.

 

Getaggt mit

Tageslichter : Seelentief.

.

.

Seelentief..

Wenn das,
was du mit deiner Seele berührst,

verdorrt,

dann stehst du am Rande des Abgrunds.

©ee

Getaggt mit ,

Der Morgen

.

Der Morgen.

Aus den Tiefen der Nacht
entsteht neu der Morgen
zögernd noch geht er
aufs Sonnenlicht zu

mit lautlosen Schritten
unhörbar sacht
halb noch verborgen
in nächtlicher Ruh’

die Wolken sie weichen
dem bläuen des Tages
sie lösen sich auf
wie Nebelgespinst

und plötzlich sagt der Morgen
* ich wag es *
als er beherzt
in die Sonne gelinst.

© ee

.

Getaggt mit , ,

Das „Netzwerk“.

.

Ausgewogen ….

Das „Netzwerk“ das ist keine Frage
ist das Werk gegenwärt’ger Tage
doch auch da gilt die Erkenntnis
auch wenn’s nicht erkannt als Selbstverständnis

dass nichts – gleich wie krummschief es auch steht
gegen die natürlich‘ Ordnung geht
und immer hält sich all’s die Gleiche
ob’s lebend Gut, ob’s tote Leiche

da ist jemand der Ordnung hält
und scheint sie noch so schlecht die Welt
nach jedem Schwalle dicker Luft
die irgendwann irgendwo verpufft

kommt stets ein rein’gend‘ Himmelswind
und macht die Lüfte wieder lind
bei allem kommt es nur drauf an
wo man so hinriecht dann und wann

ob man erträgt das Nasenkrausen
wenn jemand grad ließ einen sausen
oder ob man, wie’s so geht,
mehr auf Veilchens Düften steht …

des Schöpfers Welt ist’s schietegal
was dominiert in Menschheits Kral
am End ist alles nur Melasse
als Sondermüll der Sonderklasse

in großer Masse produziert
er wiederum „Normal“ gebiert
und weiter hält sich all’s die Waage
für’s Heute und für alle Tage.

©ee

ewaldeden2016-03-02

.

 

Getaggt mit ,