Schlagwort-Archive: am Morgen

Die fliehende Nacht.

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Die fliehende Nacht.

Morgenluft und Tagesahnen –
Licht wie duftender Jasmin,
fällt in zitternd lichten Bahnen –
läßt Fühlen durch die Lüfte zieh’n.

Hier und da von Hauses Dächern,
oder aus dem Zweiggeäst,
weht’ wie Kühl’ von zarten Fächern
ein Tönen, das uns hoffen läßt.

Des neuen Tages erste Grüße
dringen in das lauschend Ohr –
gefüllt mit himmlisch leichter Süße,
führen sie das Morgen vor.

©ee

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Getaggt mit ,

Morgens fünf Uhr zweiunddreißig

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Morgens fünf Uhr zweiunddreißig

die Nacht hat sich schon leise davon geschlichen
weil sie das Licht das Tages scheut
bis auf kleine Reste ist das Dunkel gewichen
die werden jetzt von der Helle verbläut

ein Sonnenstrahl schaut keck über die Kante der Erde
seine Nasenspitze ist noch ganz rot
er fragt sich wie wohl das Heute werde
vom Frühstück bis hin zum Abendbrot

mit klammen Fingern erklimmt er den Himmel
richtet es sich komodig dort ein
und reitet auf seinem Feuerschimmel
fröhlich in die Zeit hinein.

©ee

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Des Poeten Ruhetag …

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Des Poeten Ruhetag …

Als ich erwachte
hat mich etwas verwirrt
kein Text wartete in meinem Wissen
mein Denken ist durch den Morgen geirrt

während mein Kopf noch ruht’ in den Kissen
es suchte und suchte und suchte vergebens
es konnte nichts finden
wohin es auch flog

es schaute in alle
Kammern des Lebens
voller Furcht dass der Text
es mit einem andern betrog

doch plötzlich
sagt Jemand
du brauchst nicht zu suchen
ich habe es heute Nacht so bestimmt

du darfst jetzt auch greinen
und herrlich laut fluchen
da höre ich
einfach nicht hin

ich hab’ nur aus einem
ganz bestimmt Grunde
gesperrt dir im Schlaf
deinen kreativ’ Sinn

ich will dich bewahren
und lasse dich ruh’n
zu deinem eigenen Schutze

damit du noch lange mit Worten,
mit klaren
den Menschen erklärst
warum ICH sie benutze.

© ee

 

 

 

Getaggt mit ,

Träume.

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Träume . . .

Träume – kann man Träume fangen –
wenn man durch das Leben geht?
Sie sind oftmals doch ein Bangen –
das durch dunkle Nächte weht.

Träume – kann man Träume fühlen –
wenn man durch den Alltag schreitet?
Wer träumt, der sitzt oft zwischen Stühlen –
wenn das Leben ihm entgleitet.

Träume – kann man Träume sehen –
wenn man Welt im Auge hat?
Die sachte dann im Nichts verwehen –
als wenn man sie um Stille bat.

Träume – kann man Träume riechen –
wenn sie durch die Köpfe fliegen?
Wenn Gestalten um dich kriechen –
die überall im Wege liegen.

Träume – kann man Träume leben –
ausgefüllt und traumesschwer?
Wenn sie in das Sinnen streben –
das da schwebt – so traumesleer.

Träume – kann man Träume fragen –
was da kommt und was wohl nicht?
Sie dir oft die Wahrheit sagen –
in Dunkelheit und auch im Licht.

©ee

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Ein neuer Morgen …

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Ein neuer Morgen …

Leichter Flügelschlag des Windes
treibt lautlos uns’res Lebens Kahn
ein Rufen – leis’ , ein sehr gelindes
zieht uns vom fremden Ufer an.

Die Zukunft ist’s die uns erwartet
das Morgen – noch in Kindeskleid
wir fühlen uns im Heut’ geborgen
das Gestern liegt zumal ganz weit.

Stärke wächst in unser’m Denken
Vertrau’n bestimmt den nächsten Schritt
wie spür’n des Schöpfers Hände lenken
und gehen ohn’ Bedenken mit.

©ee

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Getaggt mit ,

Des Morgens Schicksal.

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Des Morgens Schicksal.

Der Morgen hat noch eine ganz dünne Haut
wie mit blassrotem Silber bezogen
er zögernd über den Himmelsrand schaut
als wär’ er gerad’ aus dem Nest geflogen

er reibt sich die nachtmüden Augen
er streckt seine frostkühlen Glieder
er prüft ob sie zum Tage schon taugen
und schüttelt sein helles Gefieder

er schüttelt das letzte Mondlicht heraus
und der Sterne restlich Gefunkel
er langt sich der Sonne Strahlen zum Schmaus
verjagt damit das nächtliche Dunkel

er zieht sich flugs neue Stiefelchen an
die mit den blank gewienerten Schäften
marschiert mit riesigen Schritten sodann
und morgendlich frischen Kräften

am Tageshimmel so quer übers Land
und stetig dem Abend entgegen
bis er am westlichen Himmelsrand
wieder der Nacht dann erlegen

© ee

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Wenn die Nacht verweht …

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Wenn die Nacht verweht …

Des Tages Ahnen …

Ganz zart streicht schon der Tag durchs Dunkel
man ahnt sein kraftvoll neu Begehr
noch scheint es spielerisch Gefunkel
doch wird’s mit jedem Atem mehr

der Himmel zeigt leichtzögernd Spuren
von dem was uns der Morgen bringt
rotes Gold fällt auf die Fluren
der erste Frühaufsteher singt

man schaut noch nicht sein bunt Gefieder
noch ist die Nacht zu nächtelig
jedoch verkünden seine Lieder
der hellen Sonne strahlend Sieg.

© ee

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Getaggt mit ,

Des Morgens Schicksal.

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Des Morgens Schicksal

Der Morgen hat noch eine ganz dünne Haut
wie mit blassrotem Silber bezogen
er zögernd über den Himmelsrand schaut
als wär’ er gerad’ aus dem Nest geflogen

er reibt sich die nachtmüden Augen
er streckt seine frostkühlen Glieder
er prüft ob sie zum Tage schon taugen
und schüttelt sein helles Gefieder

er schüttelt das letzte Mondlicht heraus
und der Sterne restlich Gefunkel
er langt sich der Sonne Strahlen zum Schmaus
verjagt damit das nächtliche Dunkel

er zieht sich flugs seine Stiefelchen an
die mit den blank gewienerten Schäften
marschiert mit riesigen Schritten sodann
und morgendlich frischen Kräften

am Tageshimmel so quer übers Land
und stetig dem Abend entgegen
bis er am westlichen Himmelsrand
wieder der Nacht erlegen

© ee

Getaggt mit ,