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Was ist los mit diesem Morgen ?

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Was ist los mit diesem Morgen ?

Träge tröpfeln die Minuten
Nacht will Heut’ partout nicht enden
sonst sagt Zeit ich muß mich sputen
kann oft nicht mal den Satz vollenden
irgendetwas lähmt den Gang
wie Sandkorn im Getriebe
selbst des Turmes Glockenklang
klingt wie lustlos’ Tongeschiebe
was ist nur los mit diesem Morgen
warum fasst er so zögernd Tritt
kann mir doch keinen anderen borgen
da spielt denn doch der Tag nicht mit
so bleibt in mir die quälend Frage
auf die ich keine Antwort find’
und die ich durch die Stunden trage
wie eine Mutter ihr behindert Kind.

© ee

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Des Tages Ahnen …

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Des Tages Ahnen …

Ganz zart streicht schon der Tag durchs Dunkel
man ahnt sein kraftvoll’ neu Begehr
noch scheint es spielerisch’ Gefunkel
doch wird’s mit jedem Atem mehr

der Himmel zeigt leichtzögernd Spuren
von dem was uns der Morgen bringt
rotes Gold fällt auf die Fluren
der erste Frühaufsteher singt

man schaut noch nicht sein bunt’ Gefieder
noch ist die Nacht zu nächtelig
jedoch verkünden seine Lieder
der hellen Sonne strahlend Sieg.

© ee

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ein Morgengruß . . .

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Morgengruß . . .

Die Nacht hat dich noch nicht verlassen
da zieht ein Duften zu dir her
es schmeichelt dir – du kannst es fassen
die Brötchen sind’s – und noch viel mehr

Gebackenes in allen Arten
für jeden ist etwas dabei
der Gaumen kann es kaum erwarten
des Meisters Kunst setzt Lüste frei

man schmeckt die Liebe zur Natur
schaut plötzlich anders in den Tag
der Bäcker setzt die Zeichen nur
er weiß was Leckermäulchen mag

© ee

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Immer wieder neu …

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Immer wieder neu …

Der alte Tag ist grade gestern –
die Mitternacht noch greifbar nah,
da winken schon des Morgens Schwestern
mit reichlich wirrem Haupteshaar.

Sie fiebern schon dem Licht entgegen,
dass doch lange noch nicht tagesfit –
und zäumen frisch und wildverwegen
die Pferde zum Erkundungsritt.

Sie wollen’s wissen – ohne Frage –
wer Favorit und wer hintan,
damit sie wissen, wer bei Tage
sie schafft – und wer es doch nicht kann.

Wenn dann das Taglicht – außer Puste,
noch barfuss – kommt herangekeucht
dann sagt der Morgen, dass er’s wusste,
als er die Schwestern hat verscheucht.

© ee

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Vom Schlaf erwacht.

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Vom Schlaf erwacht.

Die Nacht – sie hat mich traumbegleitet
geheimnisvoll und sinnenschwer
hat ihre Traumwelt ausgebreitet
als endlos weites Sinnenmeer

’mal war ich Schiff in heulend’ Stürmen
oder auch Wrack in kochend See
in der die Well’n sich haushoch türmen
mit Kämmen weiß wie frisch gefall`ner Schnee

’mal war ich Felsen in der Brandung
unzerstörbar, standesfest
mit elefantendicker Wandung
die alles an sich abprallen lässt

Dann wieder war ich rettend Hafen
bot vielen Schutz vor Wind und Wetter
hat keine Zeit in Ruh zu schlafen
denn ich war gerne Lebensretter

Am liebsten jedoch war ich Insel
mit Stränden wie poliertes Gold
ich sah zwar viele Einfaltspinsel
doch war mir stets die Sonne hold.

© ee

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Im Morgenlicht.

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Im Morgenlicht.

Die Sonne liegt noch in der Koje,
den Morgen wieget See’es Gang –
liegt noch vertäut an Nachtens Boje,
mitten im Grün von Meeres Tang.

Die Fische in der Wasserwelt,
sie schlängeln sich durch Tiefes Gründe –
der Himmel spannt sich wie ein Zelt
über menschbedroht’ Natures Pfründe.

Das schillernde der Wellen Kämme,
das irisierend’ Meeres Grün
durchbricht mit Macht des Fühlens Dämme
und läßt die schönsten Träume blüh’n.

Wenn der Morgen dann die Anker lichtet,
nimmt Kurs, auf in den Tag hinein –
die Bläue dann die Stunden schichtet
hoch auf, in Taggestirnes golden’ Schein.

© ee

 

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Herbstmorgen.

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Herbstmorgen

Der Himmel zeigt die erste Röte –
verschämt noch und erst zögerlich
ein Vogel zwitschert gleich ’ner Flöte
es klingt verhalten heimatlich

Tautropfen blinken tausendfach
Sind wie das Heer der Sterne
wohl in dem grünen Blätterdach.
in armesweiter Ferne

Der Nebel steigt in breiten Bahnen –
aus tiefen Schluchten licht empor
das sind des Nachtgeist’s Heeresfahnen
sie streben zu des Himmels Tor.

Sie ziehen auf zur letzten Schlacht
bis sie ermattet fliehen
und weichen dann der Sonne Macht
die sie friedlich läßt des Weges ziehen.

©ee

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Sonntagmorgen …

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Sonntagmorgen …

Die Turmuhr schlägt der Stunde Schlag,
er zittert mächtig durch die Luft –
es ist für mich gar keine Frag‘,
es ist als ob der Herrgott ruft …

Langsam weicht das Nachtesdunkel,
gibt Raum für hellen Tages Licht –
mit ihm bleicht auch der Stern’ Gefunkel
bis dass erneut die Nacht anbricht.

So wandelt Zeit durch alle Zeiten,
so strebt es stetig neu das Werden
laßt es gemeinsam uns bereiten
für friedvoll Zukunft hier auf Erden.

©ee

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Der Tagesbeginn.

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Der Tagesbeginn.

Der Himmel voller Wolkenschafe
sie segeln still durchs Morgenblau
mir ist als ob ich träumend schlafe
ich mit geschloss’nen Augen schau.

Sie grasen auf des Himmels Wiesen
um sie ein buntes Blumenmeer
der Wind, er streicht mit leichtem Brisen
durch sie hindurch und um sie her.

Ich kann den Schäfer nur benennen
zum Sehen ist er zu weit fort
doch werd’ allezeit sein Sagen kennen
hier und an beliebig Ort.

©ee

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Color den Morgentöne.

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Color den Morgentönen.

Der frühen Sänger frohes Lied
tanzt um der Blätter Spitzen
das Morgenrot durchs Laubdach zieht
wo die gefiedert’ Freunde sitzen

Der eine schlägt in hellen Tönen
ein andrer trällert ellenlang
ein dritter krächzt zum abgewöhnen
und streicht die hohen Stämme lang

Der Bussard äugt von sich’rer Warte
ob irgendwo der Leichtsinn lebt
der Keiler scheuert seine Schwarte
bis das der ganze Wald erbebt

Die Hirsche fangen an zu röhren
das Rotwild bricht durch dichten Tann
die Spechte hämmern in den Föhren
der Tag er fängt sein Tagwerk an.

©ee

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