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Der Dezemberkuß …

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Der Dezemberkuß …

Der November hat Adschüß gesagt
er hat den letzten Nebel eingesammelt
mit dreißig Tagen hoch betagt
hat er die Türen hinter sich verrammelt

Der Dezember tritt nun in die Zeit
noch gar nicht winterlich gekleidet
ist nicht zu Eis und Schnee bereit
dieweil er unter Föhnwind leidet

Doch der Terminkalender greint
kann seine Einträge nicht ändern
auch wenn der Himmel Tränen weint
schmückt er die Welt mit bunten Bändern

Er eilt mit riesengroßen Schritten
auf Weihnacht zu – dem Jubelfest
während Ruprecht mit dem Rentierschlitten
sich auf Schneefall noch verläßt

So steht er da am Gabentag
mit reichlich rostigroten Kufen
und ist im Herzen ganz verzagt
ob des vergeblich Abfahrt rufen.

© ee

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Sankt.

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Geschöpfe mit glanzlosen Augen,
die Mienen versteinert, so ganz ohne Lichter –
sie wälzen die Frage wozu sie noch taugen
und brauchen dazu keinen irdischen Richter.

Sie haben, des weltlichen Leides genug,
sich in ein Schneckenhaus verkrochen –
empfinden das Leben als Lebensbetrug,
obwohl sie noch nie das Geringste verbrochen.

Ein Lächeln klärt plötzlich die reglosen Züge
ein Strahlen erhellt das verhärmte Gesicht –
ein Wort nur berührt sie, so ganz ohne Lüge
und schenkt ihnen Nähe und Wärme und Licht.

So ist es an hoffnungsvoll weihnachtlich Tagen
und leider nur einmal in jedem Jahr –
wir sollten solch‘ Worte an jedem Tag sagen,
dann wäre der Frieden an jedem Tag da.

© ee

 

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