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Jakob.

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Jakob.

Jakob äugt nach allen Seiten –
tief in die Tief’ – hoch in die Höh’ –
all’ was ihm dräut äugt er beizeiten,
sogar die hüpfend’ Vogelflöh’.

Nichts
macht ihn flüchten,
nichts ihn verschreckt –
in seinen Süchten Leben steckt.

Das Auge spiegelt dunkles Wissen,
das Gefieder Schiefers Grau –
Welt sollt’ dies’ Wesen niemals missen,
wie Sonne nicht den Sonnentau.

Mensch sollt’ es hegen
und es pflegen –
sollt’ ihm auch mal zu Diensten sein –
nur so bewahrt er Schöpfers Segen

und schleift so manchen Wegesstein.

©ee

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Getaggt mit , ,

Winter ade . . .

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Winter ade . . .

Über’s weite Land am Meere
weht schon linder Frühlingswind
in der Runde Blütenheere
die aus Nacht erstanden sind

An der Deiche grüner Mauer
bricht sich kläglich der Nordost
er schickt so manchen Regenschauer
es reicht nicht mehr zu kahlem Frost

Schwarze Kuppeln auf den Wiesen
zeigen uns des Maulwurfs Spur
erstes Grün in hohen Riesen
Lebenszeichen der Natur

Es sprenkelt bunt auf schwarzen Flügeln
der Star ist fröhlich heimgekehrt
im Geestland – hinter sanften Hügeln
Frau Schaf die ersten Schäfchen lehrt

Nun haben wir bald überwunden
des Winters unbequeme Last
man sieht es an der Sonne Stunden
die täglich mehr ins Dunkel fasst.

©ee

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Rätselhaft …

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Rätselhaft …

Flatternde Wesen
im lichtblauen Kleid –
von der Starre genesen,
zum Leben bereit.

Frühlingshaft’ Lüfte
an winterlich’ Tagen –
woher kommen die Düfte,
mag Mensch da nur fragen.

Die Erde sie dreht sich,
sie dreht sich in Wellen –
mal in winzigen kleinen,
mal in großflächig schnellen.

Sie treibet die Zeiten
geschwind vor sich her,
und lässet sie gleiten
durch welliges Meer.

Sie hellet die Nächte,
sie lässt Tage dunkeln –
als ob es was brächte,
sind Zweifler am munkeln.

Und wer da beständig
und feinstens hinhört,
der wird binnerwendig
auf’s Höchste betört.

Er kann unterscheiden
zwischen Böse und Gut –
und kann dem Bösen verleiden,
dass es das Böse auch fürderhin tut.

©ee

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Ahnung

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Ahnung

Nach Frühling hat es schon gerochen
an diesem schönen Tag im Jahr
die Kälte schien schon stark gebrochen
nun ist der Winter wieder da

All die kleinen grünen Spitzen
die mutig sich schon hergezeigt
beschießt er nun mit Eishaubitzen
ihnen ihren Vorwitz geigt

Sie dulden still sein grob Gebaren
lassen ihm sein bißchen Spaß
gar zu bald wird er erfahren
selbst dickstes Eis wird dünn und naß.

©ee

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Die fünfte Jahreszeit.

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Die fünfte Jahreszeit.

Es ist die fünfte Jahreszeit
wir Narren halten uns bereit
um lustig durch die Stadt zu jagen
und Masken dann zur Schau zu tragen.

Im Hexentanz der Fröhlichkeit
begrüßen wir die Frühlingszeit
es wird nach altem Brauch und Sitte,
Jeder genommen auf die Schippe.

In Büttenreden Worte schwingen
wir dürfen tanzen,lachen, singen
Karbatschen knallen, an Rätschen drehen
dem Winter eine Nase drehen.

Das Jahr wird fröhlich angenommen
wie schnell ist alles doch verronnen.
Am End der Fasnacht man glaubt es kaum
da löst sich alles auf in Schaum.

© Chr.v.M.

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An den Frühling . . .

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An den Frühling . . .

Frühling wehe – Frühling lache
bring’ uns schöne Tage fein
Frühling drehe – Frühling mache
zum Wasserspiel den Winterstein.

Schick in alles deine Farben
von dunkelgelb bis rosenrot
lasse leuchten Frühlingsgarben
neu erweckt aus Winterstod.

Wecke ringsum frohe Töne
trag des Bächleins hellen Klang
schick uns all das neue Schöne
ohn’ Frühling sind die Herzen bang.

©ee

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Besuch . . .

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Besuch . . .

Im Garten sitzt der Waldbesuch
sie treffen sich zum Speisen
des Feldes große Vogelschar
und mittendrin die Meisen

Der Specht hämmert sein Dankeschön
in des Baumes Rinde
Fasanen ihre Kreise dreh’n
wie ein Rad im Winde

Dompfaff – Sperling – Eichelhäher
die Krähen schreiten stolz einher
täglich rücken sie uns näher
hier fürchtet kein’s den andern mehr

Der Hofhund schenkt ein Ohr dem Winde
ein Auge wacht daß nichts geschieht
der Kater schnurret leis’ gelinde
ein jeder seine Sanftmut sieht

Der Winter ist das feste Band
hier lohnt sich nicht zu streiten
sie sind erst wieder außer Rand
in frühlingsgrünen Weiten.

©ee

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Getaggt mit ,

Ans Licht . . .

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Ans Licht . . .

Grün
lugt durch die Blätter
die wintersbraun
und pergamenten
erzählen vom Herbst
verschwundener Tage

nur karger Grund
mit Spuren grauen Sandes
in den Fugen
zwischen den Steinen
Erde ohne Hoffnung
auf ein neues Wachsen

und doch
gestreichelt
von der Sonne
schöner Tage
treibt es empor
ins Frühjahrslicht

ein kleines Wunder
in weltvergess’ner Ecke
lebt es des Sommers
warme Stunden
bis Herbstenszeit

das Grün verschwunden.

©ee

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Traue dich . . .

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Traue dich . . .

Regentropfen
in Frühlingsluft.
Ist es Glück
das draußen weint?

Oder ist es
weil wer ruft,
weil die Trauer
irgendwo scheint?

Will uns wer
ans Herze rühren,
will bewegen
unsern Blick?

Will uns hin
zum Fühlen führen,
das wir ändern
sein Geschick?

Strecke weit
der Seele Flügel,
fliege
in das Sonnenlicht

fliege
über Freudenhügel
lande da
wo Liebe bricht!

©ee

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Des Frühlings Werden …

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Des Frühlings Werden …

Hörst du das wispern der Wintergräser
im frostigkahlen Morgenlicht?
Hörst du das tönen der Kirchturmbläser
das sich unter den Wolken bricht?

Hörst du das klingeln der schneeigen Glöckchen
die drängen in Frühlings werdendes Neu –
sehnst du das perlende fröhliche Böckchen,
das Maiengetränk als des Braumeisters Bräu?

Siehst du Frau Stelze dort stelzen am Bach
mit nickendem Schopf und wippendem Stert?
Hörst du der Täubchen ihr gurrendes Lach,
und ist es das werdende Leben dir wert?

Lausch mal der Amsel schwellendes Singen
hoch oben in Baumes verästelter Krone
als eines von vielen göttlichen Dingen
ohn‘ die uns’re Welt wär‘ ziemlich „Ohne“.

Drum lasst uns geniessen das täglich Geschehen
als großherzig‘ Gabe des Schöpfers der Erden –
wenn wir es nicht schätzen dann wird es vergehen
und niemals zur Freude der Enkel mehr werden.

©ee

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Getaggt mit , ,