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Weisser Sand.

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Weisser Sand.

Von Usedom bis an die Jade,
vom Dollart bis nach Helgoland –
an Ost- und Nordersees Gestade
gibt’s Ferienglück im weissen Sand.

Weisser Sand vor grünen Deichen,
auf denen Schafe glücklich sind –
wir leben gern in diesem reichen
Landstrich als der Marschen Kind’.

Kutter in geschützten Häfen,
hinter Sielens sich’ren Toren –
Fischersleut’ mit grauen Schläfen
scheinen oft wie traumverloren.

Traumverloren scheint die See
wenn sie in Sommers Sonnenglanz –
verbirgt manch’ Ach und auch manch’ Weh
das sie erweckt in Sturmes Tanz.

Wenn Herbstens ihre rauhen Geister
poltern gegen Deiches Wehr,
und wenn so mancher Kahn koppeister
untergeht im brandend’ Meer.

Dieser Wandel im Verhalten
ist es was uns formt und hält –
ob’s die Jungen, ob’s die Alten,
es ist uns mehr als Gut und Geld.

©ee

ewaldeden2017-04-13

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Winter ade . . .

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Winter ade . . .

Über’s weite Land am Meere
weht schon linder Frühlingswind
in der Runde Blütenheere
die aus Nacht erstanden sind

An der Deiche grüner Mauer
bricht sich kläglich der Nordost
er schickt so manchen Regenschauer
es reicht nicht mehr zu kahlem Frost

Schwarze Kuppeln auf den Wiesen
zeigen uns des Maulwurfs Spur
erstes Grün in hohen Riesen
Lebenszeichen der Natur

Es sprenkelt bunt auf schwarzen Flügeln
der Star ist fröhlich heimgekehrt
im Geestland – hinter sanften Hügeln
Frau Schaf die ersten Schäfchen lehrt

Nun haben wir bald überwunden
des Winters unbequeme Last
man sieht es an der Sonne Stunden
die täglich mehr ins Dunkel faßt.

©ee

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Spaziergang Richtung Frühling…

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Spaziergang Richtung Frühling.

Der Weg zwischen Wacholderbüschen
führt uns hinein ins Nirgendwo
es wispert in des Moores Rüschen
geheimnisvoll und sinnenfroh

Nebel steigt aus Kolkens Tiefen
malt Bilder in des Winters Weite
als wenn uns ferne Seelen riefen
geh’n wir langsam Seit’ an Seite

die Zeit sie ist zurück geblieben
vergnügt sich irgendwo in der Welt
das Sehnen hat uns hergetrieben
das Heimweh hat uns herbestellt

wir schauen winterskahle Zweige
wir riechen frühlingsnahen Duft
die blassen Stunden geh’n zur Neige
wir hören wie die Sonne ruft

wir sehen wie die ersten Spitzen
drängen in den Lebensraum
wie sie an braunen Ästen sitzen
noch halb vernarrt in Winters Traum

der Tag verfinstert sein Gesicht
weicht langsam in die Dunkelheit
das Glück schenkt uns ein warmes Licht
voll Liebe und Geborgenheit.

©ee

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Lieber @JensSpahn, leben Sie für einen Monat vom HartzIV-Grundregelsatz!

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Lieber @JensSpahn, leben Sie für einen Monat

vom HartzIV-Grundregelsatz!

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Da lebt ein „Spahn“ im irren Wahn
und wütet mit des Satans Kräften,
als Besorger von des Teufels Taggeschäften.

Gefördert von Pastorens Töchterlein,
die nie erlebt was Armut ist,
die selber lebt im Sonnenschein –
auch wenn der nur ein Haufen Mist.

Sie hält sich „Spahn“, den Menschverhöhner,
als Schutzschild, ja als „Rechtsverwöhner“
gegen Teilparteies Streben
der ihr will ans Überleben.

Auch wenn sie glaubt Spahn kaltgestellt,
wie sie es oft schon inszeniert
der Bursch’ ihr in den Rücken fällt
dass ihr das Blut zu Eis gefriert.

Da hilft ihr auch kein lamentieren –
da schützt auch kein“ das wollt ich nicht“ –
ich wünscht ihr möge das passieren
wovon der Spahn verächtlich spricht.

©ee

ewaldeden2018-03-13

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https://www.change.org/p/lieber-jensspahn-leben-sie-für-einen-monat-vom-hartziv-grundregelsatz-armut-spahn?recruiter=53562041&utm_source=share_petition&utm_medium=facebook&utm_campaign=share_petition& .

Bitte …. schließt euch ALLE dem Protest an – vergeßt in diesem Falle alle Verschiedenheiten in euren Ansichten – schafft der Menschlichkeit wieder Raum.
Danke an ALLE die dabei sind.

Ewald Eden

Versteht’s dass ich’s nochmal erwähne –
wo gehobelt wird da fallen Späne,
also setzen wir den Hobel an
und hobeln fleißig Span um Span
von den fallend’ Spänen eines
wird’s dann ein „Spahn“ sein, ein ganz kleines –
mit Kehrschaufel und Spänebesen –
schwupps in den Ofen …
das ist’s dann mit dem „Spahn“ gewesen …

©ee

ewaldeden2018-03-15

 

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Vorostern.

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Vorostern

Die Sonne steht strahlend im Mittagshimmel –
über dem Rapsfeld Gesumme, Gewimmel.
Der Imker schickt seine Bienen zur Tracht –
sie ernten ihm süße goldene Fracht.

Die Kornblumen leuchten in satten Tönen –
die Menschen sitzen im Schatten und klönen.
Kühe und Schafe ziehen zur Weide –
munter und stetig fließt wieder die Leide.

Die Pflanzen sie sprießen, es ist eine Wonne –
ob Tier, Pflanze, Mensch – alles strebt jetzt zur Sonne.
Die Gärten, sie leuchten wie nur einmal im Jahr –
und schon wissen alle – bald ist das Osterfest da.

© ee

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Wilhelmshaven, du ewige Braut …

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Wilhelmshaven, du ewige Braut …

Wie oft du altes Fräulein
hat man dir schon was vorgemacht
wie oft du altes Fräulein
hat echt für dich das Glück gelacht

Mit Königsprunk und Kaisergehabe
großmächtig in die Welt gesetzt
dein erstes Kleid in Preußens Farbe
wurd’ schon bald darauf zerfetzt

Das war das Ende deiner Jugend
fortan gingst du in Lumpen nur
verdecktest schamhaft deine Tugend
verwischtest deiner Unschuld Spur

Jedoch die Freier waren rege
erkannten deines Leibes Kraft
ein Braunauer kreuzt deine Wege
hat deinen Widerstand geschafft

Mit Brautversprechen und Geschenken
hat er dich willenlos gemacht
so konnt’ bedenkenlos er lenken
dich zu Heilsgeschrei und Eisen kracht

Was hat man dir nicht all versprochen
an Gütern und Gesellschaftsweihen
für lichte tausend Ehejahre
die reichten bis zum Morgengrauen
denn da war alles schon zerbrochen

Wieder gingst du arg in Lumpen
mit zerschlag’nen Gliedern
deine Beine waren Stumpen
nix war mehr mit Heldenliedern

Als du endlich dann genesen
konntest wieder dich am Körper freu’n
trat das nächste Freierswesen
an – und tat dir Blumen streu’n

Dein Lechzen nach des Lebens Blüte
machte dir das Denken blind
du schautest gar nicht in die Tüte
warst wie ein ausgehungert Kind

Und wieder tönten die Trompeten
von Wohlstand und von Arbeit satt
doch als du dann zum Tanz gebeten
war nichts mehr da als nur noch Watt

Du hast dich gut damit beschieden
es wurd’ zum kleinen Paradies
doch irgendwer hat’s dir gemieden
und griff erneut zum Hochzeitsvlies

Man kannte deine wunden Stellen
dein Sehnen nach der großen Welt
drum schlug man riesengroße Wellen
hat dir damit den Blick verstellt

Doch als die fremde Lust befriedigt
stand’st du erneut alleine da
hast sogar noch den verteidigt
der mit dir Teufels Kind gebar

Ich frage dich du ew’ge Braut
wie schnell erholen sich deine Schätze
weil schon der nächste Freier schaut
zu fangen dich in seinem Netze

Man macht dir wieder groß’ Versprechen
übertrumpft sich in der Größe Wahn
und ist dabei sie schon zu brechen
bevor die Hochzeitsnacht fängt an

Man qualmt dass bald die Schlote krachen
sogar das Schlafgemach dir voll
wenn du erstickst dann hört man Lachen
und reden dass doch alles toll

Gewiß wirst du auch dieses Werben
noch einmal leidlich überstehn
doch wenn die letzten Bürger sterben
wird’s auch mit dir nicht weitergeh’n.

©ee

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Prisen.

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Prisen.

Wassertäler – Wellenberge
im Mondlicht blinkt der weiße Sand
auf Wogenkämmen tanzen Zwerge
Gott Neptun liegt am hellen Strand

Es irren die Lichter in den Klippen
so manches Schiff vom Kurs abkam
der Wind hat Lieder auf den Lippen
da strandete so mancher Prahm

Zerschlagen an der Felsenküste
liegt Schiff auf Schiffsleib Jahre schon
wenn man nicht um das Irrlicht wüßte
man hielte es für Teufels Lohn

Denn wie des Sensenmanns Gerippe
leuchten gebleichte Spanten – weiß
es scheint wie eine große Sippe
entsprungen aus der Hölle heiß

Den Menschen in dem Küstenstreifen
ist jede Prise lieb und wert
alles was sie sich ergreifen
auf jetzt und immer ihnen gehört

Das wohl auch in fernen Welten
manch’ Träne manches Auge feuchtet
mag Recht auch noch so rechtens gelten
an diesem Strand das Irrlicht leuchtet

©ee

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Das verlassene Dorf . . .

 

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Das verlassene Dorf . . .

Ein Schleier liegt über den Dünen –
vom Meer zieht Nebel grau ins Land,
die Möwe fliegt mit großem kühnen
Bogen über Deich und Strand.

Noch schickt der Turm in hellen Bahnen –
sein Licht zum Horizont hinaus,
der Wellenkämme weiße Fahnen –
seh’n wie Gespensterreiter aus.

Im Hafen – wie gestrandet’ Wale –
die Kutter liegen auf dem Schlick,
die Lampen wie gespenstisch kahle
Augen, mit verlor’nem Blick.

Die Fischerhäuser sind verlassen –
aus Fensterhöhlens Einsamkeit,
sieht man die Zukunft hier verblassen –
Leben hier liegt lang schon weit.

Zehn Alte – deren Weg bald endet –
die sieht man noch – in Dorfes Rund,
die Jungen hat die Welt verblendet –
mit ihrem Machwerk – ganz in bunt.

©ee

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Gewahrter Friede ..

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Gewahrter Friede ..

Die Kiesel roll’n den Bach entlang,
des Wassers Murmeln als Begleitung –
Bewegung rommelt sie blitzblank –
es ist wie Schmucksteins Aufbereitung.

Sauber sind des Baches Ränder –
Farne wiegen sich im Wind,
der Schäfchenwolken weiße Bänder
zieh’n durch des Himmels Blau geschwind.

In hoher Bäume mächt’ger Kronen,
über jahrhundert’ altem Stamm,
lässt sich vor und trefflich wohnen,
so gut wie hinter sich’rem Damm.

Der Elster Scheckern bricht die Stille,
krächzend fällt der Rabe ein –
er warnt vor freches Buben Zwille,
die dieser lädt mit Baches Stein.

So bleibt sein Tun ein sündig’ planen,
er trollt sich Richtung Heimes Haus –
schon voll des bittersüßen Ahnen
von Stock auf Hintern – oh welch Graus.

©ee

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Schafe …

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Schafe …

Schafe, hörte ich jemand sagen
Schafe, die sind mein Leben
es drängte mich einfach mal nachzufragen
was Schafe dem Menschen eigentlich geben

so tat ich es fröhlich und unbefangen
ließ meiner Neugier ungehemmt Lauf
bin direktemang zum Hof Herten gegangen
und dort erzählte man es mir zuhauf

als erstes nahm ich Sprachunterricht
in schafisch und lämmisch
denn so was ist Pflicht
will man die Schafe verstehen

ich sah ihnen allen ins schöne Gesicht
und fühlte Natur um mich wehen
dann durfte ich kosten
dann durft’ ich probieren

ich musste mich überhaupt nicht genieren
fand Käse um Käschen in vielerlei Sorten
fand Wurst und geräuchertes Fleisch auf den Borten
fand Joghurt und Quark und Rahm ganz frischen

hörte den Braten im heißen Fett zischen
als ich vom schlemmen bis obenhin voll
konnte ich ruhen auf Schaffell ganz toll
und um meinen Geist zu beflügeln

dann gab es noch herrlichen Wein
aus Reben
von südlichen Hügeln
hier kehr ich stets wieder ein.

©ee

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