Schlagwort-Archive: leise Worte

Was ist los mit diesem Morgen ?

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Was ist los mit diesem Morgen ?

Träge tröpfeln die Minuten
Nacht will Heut’ partout nicht enden
sonst sagt Zeit ich muß mich sputen
kann oft nicht mal den Satz vollenden
irgendetwas lähmt den Gang
wie Sandkorn im Getriebe
selbst des Turmes Glockenklang
klingt wie lustlos’ Tongeschiebe
was ist nur los mit diesem Morgen
warum fasst er so zögernd Tritt
kann mir doch keinen anderen borgen
da spielt denn doch der Tag nicht mit
so bleibt in mir die quälend Frage
auf die ich keine Antwort find’
und die ich durch die Stunden trage
wie eine Mutter ihr behindert Kind.

© ee

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Horch mal …

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Horch mal …

Hörst du den Nachtwind leise grüßen –
fühlst du, wie das Meer dich lockt?
Der Sand flieht unter deinen Füßen –
während Neptun auf den Wellen hockt.

Das Mondlicht tanzt auf den Kämmen der Wogen,
das Wasser spielt am Dünenrand.
Es scheint, das Leben hat mich betrogen,
ums Glück, das ich hier auf der Insel einst fand.

Ich suche jetzt die vergangenen Jahre,
vermisse die Wärme – entbehre das Glück.
Das Schicksal gibt mir am Ende das Wahre –
gibt mir die einzige Liebe zurück.

Ich lausche auf der Sterne Sagen,
der Himmel flüstert es mir zu.
Die Wolken meine Sehnsucht tragen –
denn wo sie sind, da bist auch du.

Ich spüre deiner Seele Fühlen –
bist du auch weit, weit von mir weg,
ich muß mein dich begehren kühlen,
sonst sterbe ich an diesem Fleck.

Hörst du den Nachtwind leise grüßen –
fühlst du, wie das Meer dich lockt?
Der Sand flieht unter deinen Füßen –
während Neptun auf den Wellen hockt.

Das Mondlicht tanzt auf den Kämmen der Wogen,
das Wasser spielt am Dünenrand.
Es scheint, das Leben hat mich betrogen,
ums Glück, das ich hier auf der Insel einst fand.

Ich suche jetzt die vergangenen Jahre,
vermisse die Wärme – entbehre das Glück.
Das Schicksal gibt mir am Ende das Wahre –
gibt mir die einzige Liebe zurück.

Ich lausche auf der Sterne Sagen,
der Himmel flüstert es mir zu.
Die Wolken meine Sehnsucht tragen –
denn wo sie sind, da bist auch du.

Ich spüre deiner Seele Fühlen –
bist du auch weit, weit von mir weg,
ich muß mein dich begehren kühlen,
sonst sterbe ich an diesem Fleck.

© ee

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Noch kein „letzter“ Sommer …

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Noch kein “ letzter “ Sommer …

Der letzte Sommer meiner Kindheit
ich war doch noch so unberührt
ich war doch noch so voller Blindheit
die Lust hatt’ mich noch nicht verführt

Der letzte Sommer meiner Jugend
ich war doch noch so hungervoll
ich war doch noch so voller Tugend
und sah das Leben noch so toll

Der letzte Sommer meiner Drangzeit
ich war doch fast schon übersatt
ich sah es an als Lebens Halbzeit
dabei war ich schon fast schachmatt

Der erste Sommer gleich dahinter
er machte mir ganz plötzlich klar
dass es sehr kühl und fast schon Winter
und der Beginn vom Ende war

Doch plötzlich keimte neues Blühen
ein neuer Sproß am alten Holz
ich musste mich auch nicht groß mühen
und was draus wurd’ das macht mich stolz.

© ee

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Himmelsgaben …

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Himmelsgaben …

Freund sein kann nur,
wer ein offenes Ohr hat.
Lieben kann nur,
wer bereit ist sein Glück zu teilen.
Hoffen kann nur, wer glaubt,
dass seine Sehnsucht gestillt wird.

Möge heute der
Himmel über dir
so richtig aufgehen …

© ee

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Friedens-Nobelpreis …

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Friedens-Nobelpreis …

Frieden ist ein schwierig’ Wort,
kommt’ leicht oft über Kriegers Lippen –
dahergesagt an vielen Ort’,
wo Blut strömt über bleiche Rippen.

Kein Wort wohl in des Schöpfers Welt
wird so mißbraucht, so vergewaltet,
wohl häuf’ger noch als das Wort Geld,
das Machteshungers Welt gestaltet.

„Frieden“ erweckt bunte Bilder
in vieler Menschen Hoffenssinn –
doch meist sind’s nur Reklameschilder,
mit Gift und Sprengstoff mittendrin.

Da wird ein Preis wohl ausgelobt,
der zu Beginn auch wohl recht nobel –
sollt’ Hoffnung wecken wo Krieg tobt,
sollt’ wertvoll sein wie Königs Zobel.

Geworden ist aus ihm ‘ne Masse,
wie Ware auf des Hökers Karren –
mit Qualität der Unterklasse,
für die Begier der Völker Narren.

© ee

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Wenn dir…

 

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Wenn dir…

Wenn dir die Tränen laufen
und netzen dein Gesicht,
sagt dir die Seel’ sie möcht’ verschnaufen,
sonst verliere sie ihr Gleichgewicht.

Lass’ deine Tränen fliesssen
ins große Meer der Welt –
ihr Feucht läßt irgendwo erspriessen
Leben unterm Himmelszelt.

Wenn sie dann mit vielen –
vereint im grossen Strom –

strebend zu den Zielen
in Gottes Reich unendlich Dom,

dann haben sie den Sinn erfüllt,
den Schöpfer ihnen zugedacht –
haben mannigfachen Durst gestillt
und dargelegt des Vaters Macht.

© ee

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Abend . . .

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Abend . . .

Der Tag still in den Abend taucht
ein Bild von großem Frieden
der Himmel ist rot angehaucht
wie Glück das uns beschieden

Über der Brandung leichtes Kräuseln
die Möve streicht im stillen Flug
vom Dünenhang ein leichtes Säuseln
der Wind über die Watten trug

Leichtgeschürzt – auf bloßen Füßen
ein Wand’rerspaar im Abendhauch
in vollen Zügen still genießen
so macht es wohl der Alte auch

Er sitzt auf seiner Bank am Deiche
sein Blick geht sehnsuchtsvoll auf ’s Meer
der Welten Wasser war’n seine Reiche
die Seefahrt – ja, die fehlt ihm sehr

So sitzt er hier an allen Tagen
die Gott ihm noch gelassen hat
er antwortet auf viele Fragen
er gibt so Manchem guten Rat

Er ist schon nicht mehr wegzudenken
von seinem Platz – da auf dem Deich
sein Hiersein ist ein ständig’ Schenken
aus seinem Lebensschatz, so reich

Doch eines Morgens – weite Leere
als hat die Welt ein großes Loch
der Alte sitzt auf Gottes Fähre
auf „Großer Reise“ – also doch.

©ee

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Sein Requiem.

 

Sein Requiem.

Sein Lieblingsplatz ist oben im Turm
unter den uralten Glocken der Kirche.
Es ist Mai, die liebliche Zeit.
Tief in ihm ist Trauer und Klage.

Der ORLOG tobt im dritten Jahr.
Er schreibt einen Gruß an das Leben,
an die Liebe und an das Rauschen des Schilfes am See.
Er weiß um die bemessene Zeit seines Lebens.

Er schreibt in dem Abschied sein eigenes Requiem,
das mir klingt wie das von Webber.
Die alten Worte
– Worte –

fügen sich passend dazu.

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Dona eis requiem.

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Pie Jesu, pie Jesu, pie Jesu, pie Jesu
Qui tollis peccata mundi
Dona eis requiem, dona eis requiem
Pie Jesu, pie Jesu, pie Jesu, pie Jesu
Qui tollis peccata mundi
Dona eis requiem, dona eis requiem

Agnus Dei, Agnus Dei, Agnus Dei, Agnus Dei
Qui tollis peccata mundi
Dona eis requiem, dona eis requiem
Dona eis requiem
Sempiternam
Dona eis requiem
Sempiternam
Requiem
Sempiternam.

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STILL.

Still liegt mein Dorf.
Nur irgendwo stört ein Hund den abendlichen Frieden.
Grauweißer Nebel über’m Torf
bedeckt mit frischem Tau die tagesmüden Wiesen.

Ein frischer Windstoß kühlt mir meine Stirn.
War ich in einen Traum versunken?
Schon leuchten Sterne über meiner Welt,
die all mein Sehnen, meine Liebe hat gefunden.

Wer könnte es mit Worten sagen,
wie tief dein Antlitz meine Seele stets gerührt,
wenn du im Wasser und des Schilfes Rauschen
Gedanken meines Herzens hast gespürt?

Könnt ich dir nur auch etwas schenken,
ich baute alles auf dem Tisch deiner Treue auf.
Noch immer werd ich dein gedenken,
wenn sich das Rad der Zeit im steten Lauf

dem Ende meines Lebens nähert,
und immer werd ich treu und rein
ein Hüter deines Wesens sein.
………………………

(seine Letzte Zeile fehlt)

Er schrieb die Worte des Abschieds im Mai 1941,
zwei Jahre später stirbt er im Kampf grausamer Kräfte, gerade 20 Jahre.

Ich bin sein Bruder und erinnere an Ihn und auch an die Sinnlosigkeit von Kriegen.
N.N.

Rudi Witzke

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Seltsam …

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Seltsam …

Seltsam was Schicksal mit Menschen so macht –
es läßt sie schweben – es läßt sie fliegen,
es läßt sie vor Herzklopfen Herzklopfen kriegen,
es zeigt ihnen die Sonne in stockdunkler Nacht.

Es führt sie trocken durch prasselnden Regen –
es schützt sie vor stechenden Worteshieben,
es hilft ihnen Unbewegliches zu bewegen
und Karren aus dem Dreck zu schieben.

Und fragt Mensch verwundert warum das so ist –
weil sein Verstand zu klein zum begreifen –
sagt Jemand von oben, weil du Geschöpf von mir bist,
und glaub‘ nur nicht, ich liesse die Dinge so schleifen.

© ee

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Seelenschutz . . .

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Seelenschutz . . .

Was macht man
gegen Sturzgewitter?
Man zieht sich
in sein Haus zurück!

Man streichelt
jeden Seelensplitter
und schenkt ihm
einen lieben Blick!

Es wundert sich
die scharfe Scherbe,
daß sie dich
nicht verletzen kann –

sie findet keine
wunde Kerbe,
und strengt sie sich
auch noch so an.

Verlieret nur
die scharfen Ecken,
behält ansonsten
die Kontur –

mit einmal kann sie
Liebe wecken,
ganz plötzlich ist sie gut
die Spur!

© ee

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