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Sternenwind . . .

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Sternenwind . . .

Mein Gefühl ist Sternefliegen –
wie Goldgestick auf blauem Samt,
meine Seel’ ist hochgestiegen –
ist zu Himmelslicht entflammt.

Kometen schweifen durch die Nächte –
von Mondes Silber übergossen,
als wenn Gefühles Himmelsmächte –
im Kelch der Seele überflossen.

Der Sternenwind kühlt mein Verlangen –
lindert mein nach dir vergeh’n,
nimmt meinem Herzen alles Bangen –
läßt Zweifel in der Zeit verweh’n.

In diesem Bild da möchte ich bleiben –
bin nicht bloß ich – vor Sehnsucht schwer,
in deinem Sein laß ich mich treiben –
mein Lebensschiff auf deinem Meer.

©ee

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kleine wunder.

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kleine wunder.

ein flüstern ist`s
ein lächeln auf der haut
das sanft
mich streichelt

das wort das du gehaucht
und sich ausbreitet
hab ich im traum verbaut
es hat mir so geschmeichelt

so fängt mein morgen
mit deinem lächeln an
ganz zärtlich sacht
das durch den tag

mich leitet.

© Chr.v.M.

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Zauberwelten…

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Zauberwelten

Leises Raunen, zartes Flüstern
hört man hinterm Heckenbusch …
junges Staunen, zärtlich Knispern
weht durch den Morgen wie ein Husch …

Gefühle sausen rauf und runter,
es flattern Tausend Schmetterlinge –
stündlich wird das Fühlen bunter,
weil – man erlebt ganz neue Dinge …

man tastet sich in fremde Welt,
die bisher noch verborgen war –
entdeckt ein bunt’ Gefühlefeld,
erfährt die Sinne wunderbar –

man staunt ob immer neuer Blüten,
verwirrt vom Duft des neuen Sein –
versucht das Neue zu behüten,
das kostbar wie der Sonne Schein …

© ee

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Wie ist eigentlich die Liebe …

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Wie ist eigentlich die Liebe …

Die Liebe ist löchrig
wie klein Hannis Strümpfe
die Liebe ist sauer
wie Gurken im Faß
ab und zu ist sie auch
wie Moores Sümpfe
grundlos dunkel
und schmatzend naß

die Liebe ist süß
wie sieben Körbe Honig
sie ist so verlockend
wie Engelsgesang
sie macht so trunken
wie zehn Schoppen Wein
und ist so störrisch
und manchmal so bockend
wie ein ergrauendes Eselein

sie fühlt sich in Stunden
schrecklich verlassen
sie sieht dann
wie gläserne Tränen aus
sie ist aber auch wie goldene Sonne
die alles erwärmt
und alles verschönt
sie ist aber immer ein Herz voller Wonne
das in den herrlichsten Tönen ertönt

drum laßt uns die Liebe
sicher verwahren
sie ist unser Aller wertvollster Schatz
nach vielen schweren leidvollen Jahren
zeigt sie Dir Deinen endlichen Platz.

© ee

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Winterspaziergang.

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Winterspaziergang.

Der Weg zwischen Wacholderbüschen
führt uns hinein ins Nirgendwo
es wispert in des Moores Rüschen
geheimnisvoll und sinnenfroh.

Nebel steigt aus Kolkens Tiefen
malt Bilder in des Winters Weite
als wenn uns ferne Seelen riefen
geh’n wir langsam Seit’ an Seite.

Die Zeit sie ist zurück geblieben
vergnügt sich irgendwo in der Welt
das Sehnen hat uns hergetrieben
das Heimweh hat uns herbestellt.

Wir schauen winterskahle Zweige
wir riechen frühlingsnahen Duft
die blassen Stunden geh’n zur Neige
wir hören wie die Sonne ruft.

Wir sehen wie die ersten Spitzen
drängen in den Lebensraum
wie sie an braunen Ästen sitzen
noch halb vernarrt in Winters Traum.

Der Tag verfinstert sein Gesicht
weicht langsam in die Dunkelheit
das Glück schenkt uns ein warmes Licht
voll Liebe und Geborgenheit.

©ee

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des Herzen Bum.

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Des Herzen Bum.

Ein Gefühl ist tief ins Herz gebrannt,
auf ewig spürt man diese Zeichen –
irgendwer hat es als Liebe benannt
und diesem Empfinden kann keiner weichen.

Es macht Vergangenes lebendig
und malet lässig neue Bilder –
es treibet um und um beständig,
mal zärtlichleis und mal lautwilder.

Vergangenes ist stets so nah,
dass es fast schon Zukunft zeigt –
ist nicht nur das, was gestern war,
wenn leicht das Rot zu Kopfe steigt.

Man hört den Pfiff des ersten Sehen
und drehet sich verwundert um –
weiß dann genau, es ist geschehen,
weil man laut fühlt des Herzen Bum.

©ee

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Zigeunermädchen.

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Zigeunermädchen

Zigeunermädchen, du schönes Kind,
du Windspiel mit wallender Mähne –
die Strasse des Lebens weist dir der Wind,
ich folg dir – du rassige Schöne.

Die wissenden Augen, der flammende Mund –
gefesselt in deinem Banne
hungere ich mir die Seele wund –
dein Anblick formt mir das Tier im Manne.

Ein Drehen des Kopfes, ein Wippen der Brust –
allein das raubt mir das Denken.
Mein Fühlen lodert in brennender Lust,
ich kann meine Sinne nicht lenken.

Ich hab’ dich gesehen Sekunden nur,
das reichte um mich zu verlieren –
ich zähle die Schläge der Stundenuhr,
mein Herz scheint ohn‘ dich zu erfrieren.

Vergebens ist all mein Begehren,
wir würden gemeinsam nicht froh –
dein Vater, er würd’s mir verwehren –
es sagt mir niemand – ich weiß es so.

Ich kann nur von ferne dich lieben,
die Sippe behütet dich streng,
und wärest du bei mir geblieben –
meine Welt wär’ für dich viel zu eng.

Drum flieg’ bunter Vogel, ich wünsche dir Glück –
erkunde die Weiten des Lebens.
Vielleicht bringt der Wind dich einmal zurück –
vielleicht auch wart‘ ich vergebens.

©ee

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Täglich . . .

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Täglich . . .

Hand in Hand
mit dir durchs Feuer geh’n
das schreibt mein Herz
an jede Wand

Hand in Hand
mit dir am Himmelsrande steh’n
das wünsch ich mir –
seitdem ich bei dir Liebe fand

jede Blume – die mir lacht am Wege
jeder Vogel der mir fröhlich winkt
versichert mir, daß unser Gott es gebe
daß jeder Schritt mich näher zu dir bringt

ich werde sie nicht zählen –
all’ die Stunden
die mich das Leben
durch das Leben treibt

ich werde glücklich sein,
wenn ich den Ort gefunden
den Tag,
an dem das Schicksal Endlich schreibt

auf diese Stunde setz’ ich alle Karten
auf diese Stund’ verwett’ ich jedes Spiel
und muß auf diese Stunde ich noch ewig warten
es gibt für mich kein andres Ziel.

©ee

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Der Weg . . .

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Der Weg . . .

Das Zwischenspiel Vergangenheit –
liegt hinter mir – im Nebel,
zu neuem Anfang ich bereit –
ich lös’ der Schatten Knebel.

Der Ursprung meiner Lebensquelle –
liegt lang davor – in Jugends Zeit,
zurück gefunden zu der Stelle –
die Liebe macht das Herz mir weit.

Mögen die Jahre auch versuchen –
mir Bilder einzuhauchen,
mög’n die von Gestern mich verfluchen –
ich kann nicht in die Falschwelt tauchen.

Zurück zu meines Lebens Feuer –
führte mich mein Himmelsstern,
ein Engel stand da wohl am Steuer –
verschmolz erneut der Herzen Kern.

Ich höre meines Blutes Rauschen –
ich weiß, daß es dein Herzschlag ist,
Stund’ um Stund’ muß ich ihm lauschen –
spür’ das du tief in mir bist.

Wir sind zwei Körper einer Seele –
ein Herz, ein Denken, ein Empfinden,
nur Gott gibt unserm Ich Befehle –
damit wir uns noch mehr verbinden.

©ee

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Hilf mir . . .

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Hilf mir . . .

Mein Herz klopft an des Kerkers Wände
in den ich’s wieder eingesperrt
ruft leis’, wann ist die Qual zu Ende
wann – wann ist’s, daß man mich hört

ich muß es trösten in der Enge
zugleich tu ich ihm großes Leid
kann nicht ersparen ihm die Strenge
weiß selbst nicht wann es ist soweit

kann nicht durch die Wolken schauen
weiß nicht ob noch die Sonne scheint
kann einzig nur auf Gott vertrauen
auch wenn der Himmel Tränen weint

ich lass’ die Engelstränen rinnen
empfinde sie als großes Glück
Beharrlichkeit kann bloß gewinnen
ich spüre es schon so Stück für Stück.

©ee

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