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Die Welt.

 

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Die Welt.

Die Welt
von hoher Warte betrachtet
erkennst du sie als Majestät
doch Mensch
ist leider zu befrachtet
begreift es immer viel zu spät
Natur
braucht nicht uns Erdenwürmer
ohn’ uns käme sie passabel aus
fühlt Mensch
sich auch als Himmelsstürmer
in Wahrheit
ist er bloß ’ne Laus
eine Laus
im Garten der Natur
präsent an vielen Plätzen
hinterlässt eine zerstörte Spur
bei seinem
durch das Leben hetzen

© ee

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Traumwelt.

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Traumwelt.

Die Luft bewegt sich in zitternden Wellen
kein Wölkchen am Himmel – im Lichte dem Grellen
die Sonne beherrscht das Firmament
kein Strich mehr Himmel und Erde trennt

alles ist fließender Übergang
ob weite Strände – ob steiler Hang
das Rauschen der Brandung vereint sich im Wind
mit Tönen die aus der Ferne sind

die Laute der sich wiegenden Bäume
erwecken im Kopfe die herrlichsten Träume
die Natur – sie spielt ein großes Konzert
niemand die fleißigen Spieler stört

so erhofft man sich den Zustand der Welt
bis man dann aus dem Traume fällt…

© ee

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Friedens-Nobelpreis …

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Friedens-Nobelpreis …

Frieden ist ein schwierig’ Wort,
kommt’ leicht oft über Kriegers Lippen –
dahergesagt an vielen Ort’,
wo Blut strömt über bleiche Rippen.

Kein Wort wohl in des Schöpfers Welt
wird so mißbraucht, so vergewaltet,
wohl häuf’ger noch als das Wort Geld,
das Machteshungers Welt gestaltet.

„Frieden“ erweckt bunte Bilder
in vieler Menschen Hoffenssinn –
doch meist sind’s nur Reklameschilder,
mit Gift und Sprengstoff mittendrin.

Da wird ein Preis wohl ausgelobt,
der zu Beginn auch wohl recht nobel –
sollt’ Hoffnung wecken wo Krieg tobt,
sollt’ wertvoll sein wie Königs Zobel.

Geworden ist aus ihm ‘ne Masse,
wie Ware auf des Hökers Karren –
mit Qualität der Unterklasse,
für die Begier der Völker Narren.

© ee

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Der Bettler . . .

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Der Bettler . . .

So sitzt er da
in dunkler kalter Ecke

den Mantel um sich zieht
wie eine Burg

die auf ihn seh’n
die seh’n ihn wie ’ne Schnecke

mit Angst und Stolz
sich in sein Häuschen dreh’n

die Knochen steif
die Hände klamm verknotet

die Stiefel
mit Papier wohl vollgestopft

die Armut hat ihn eingesponnen
bedeckt den grauen wirren
eingezogenen Kopf

nur manchmal

wenn ein Groschen ringelt
in seine Mütze

still und ohne Klang
ein Fünkchen in den Augen züngelt

von spröden Lippen
kommt ein stiller Dank

der Frühling hat ihn retten sollen
doch hat er ihn nicht mehr erlebt

der Tod war stärker als das Wollen
er jetzt irgendwo da draussen schwebt

©ee

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Seltsam …

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Seltsam …

Seltsam was Schicksal mit Menschen so macht –
es läßt sie schweben – es läßt sie fliegen,
es läßt sie vor Herzklopfen Herzklopfen kriegen,
es zeigt ihnen die Sonne in stockdunkler Nacht.

Es führt sie trocken durch prasselnden Regen –
es schützt sie vor stechenden Worteshieben,
es hilft ihnen Unbewegliches zu bewegen
und Karren aus dem Dreck zu schieben.

Und fragt Mensch verwundert warum das so ist –
weil sein Verstand zu klein zum begreifen –
sagt Jemand von oben, weil du Geschöpf von mir bist,
und glaub‘ nur nicht, ich liesse die Dinge so schleifen.

© ee

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Was ist Zeit ?

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Was ist Zeit ?

Zeit sie kann so vieles sein –
Zeit kann Leben bringen,
in Zeit – da kann man sich befrei’n –
in Zeit, da können Lieder klingen.

Zeit – sie schwebt auf rosa Wolken –
die Zeit hat auch ein Höllenbild,
in Zeit, da wird das Glück gemolken –
in Zeit – da ist die Liebe wild.

In Zeit könn’n wir uns selbst verlieren –
in Zeit, da blüht des Lebens Schoß,
in Zeit, da kann ein Herz erfrieren –
ich frag dich – Zeit – was bist du bloß.

In Zeit, da lernen Kinder laufen –
in Zeit keimt Samen auf dem Feld,
nur Glück kann man mit Zeit nicht kaufen –
hier nicht – und nirgends auf der Welt.

© ee

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(Un)klare Verhältnisse …

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(Un)klare Verhältnisse …

Vergang’nes liegt wie Rauhreif auf der Zukunft Tage.
Die Gegenwart lässt ahnen was da wird.
Doch kommt es wirklich so, das ist die Frage,
weil niemand weiß was künftig Welt gebiert.

Welch Geist wird heut das Morgen schwängern –
wess’ Tun verspricht die gröss’re Lust –
wess’ Erbe wird nun was verlängern –
wird es erträglich oder tödlich’ Frust?

Hat Frieden Hoffnung auf Entstehen?
Hat Menschheit eine Chance auf Bestand?
Oder wird all’s neuerlich verwehen,
und lässt den Erben nur ein blutig’ Land?

Ich seh’ es, doch ich will’s nicht glauben,
wie rücksichtslos der Mammon siegt –
sie stehlen nur, doch keiner nennt es rauben –
das Ziel erreicht, wenn Volk am Boden liegt.

©ee

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Verzeih’ …

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Verzeih’ …

Verzeih’ der menschlich’ Kreatur die Weise
in der sie sich oft dargestellt
wenn man erwartet dass sie leise
sie plötzlich wie ein Köter bellt

Sie dünkt sich oftmals etwas Hehres
steigt unbedacht auf ein Podest
steht dann inmitten wilden Meeres
wo guter Geist sie bald verlässt

Was bleibt ist eine leere Hülle
gefüllt mit Starre und Beharr
versinkend in der großen Fülle
bedeutungsloser Menschenschar

© ee

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Der Welten Trug‘ ….

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Der Welten Trug‘ ….

Friedlich miteinander leben
Ist Hoffnung die sich nie erfüllt.
Weil, friedlich sich die Hände geben
niemals der Mächt’gen Hunger stillt.

Sie brauchen Streit, sie brauchen Hader,
es ist für sie des Daseins Deutung –
der Krieg ist ihres Denkens Quader
Als Unterdrück- und Weltausbeutung.

Sie tragen um sich weite Kutten
und geben sich gar gottverbrämt –
in Wahr sind sie nur Unheils Nutten,
Für die sich selbst der Teufel schämt.

© ee

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Die Weisheit des Wissens . . .

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Die Weisheit des Wissens . . .

Wir ziehen aus glitzerndem Dunkel
hinaus in blühende Welt
des Winters eisig Gefunkel
der Wärme zum Opfer fällt

Sein kaltes Gebaren gerät zur Grimasse
wenn Tagens die Sonne marschiert
verzeih’ ihm das Wehren – gönn’ ihm das blasse
Geflecht mit dem er den Morgen verziert

Man kann Kälte nur mit Liebe besiegen
als Waffen die Güte und das Verzeih’n
wenn viele das leben, dann können wir biegen
das kälteste Herz zum guten Gedeih’n.

©ee

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