Schlagwort-Archive: November

Des Tages Ahnen …

.

Des Tages Ahnen …

Ganz zart streicht schon der Tag durchs Dunkel
man ahnt sein kraftvoll neu Begehr
noch scheint es spielerisch Gefunkel
doch wird’s mit jedem Atem mehr

der Himmel zeigt leichtzögernd Spuren
von dem was uns der Morgen bringt
rotes Gold fällt auf die Fluren
der erste Frühaufsteher singt

man schaut noch nicht sein bunt Gefieder
noch ist die Nacht zu nächtelig
jedoch verkünden seine Lieder
der hellen Sonne strahlend Sieg.

© ee

.

Getaggt mit ,

Der Nebelmonat November…

.

Der Nebelmonat November…

Man sagt von ihm, er sei unromantisch.
Er hätte nur Platz für Trauer und Geister –
er dulde nur Nebel und Seelenkoppeister.
Er kennt nur auf Gräbern brennende Kerzen –
Gedenken an Gestern und Verluste voll Schmerzen.

Dabei ist es nur seine schattige Seite –
die Wendung von Stille und ruhigem Licht.
Im Halbglanz der Sonne die Stunden durchschreite,
und hör’ wie der Welt Hohnlachen bricht.

Schau segelnde Blätter von kahlenden Bäumen-
rieche des Herbstes vergehende Pracht,
genieße die Farben – beginne zu träumen,
ahne den Frühling – der schon bald wieder lacht.

©ee

.

Getaggt mit

November.

 

.

November.

Der Tag verhält in seinem Lauf –

zögernd tasten sich die Stunden
mit klammen Fingern durch die Zeit –
verschleiert hab’ ich dich gefunden.
Natur – du bist zum Schlaf bereit.

Die letzten Blätter segeln träge
vom großen Baum am schwarzen Kolk –
hier und da sieht man am Wege
ein herbstlichmüdes Krähenvolk.

Die Gräser haben sich verwandelt,
geschmückt mit bunten Bändern –
sie tragen schon des Winters Kleid
mit handgemalten Rändern.

Ein müdes Nicken in den Büschen
zeugt noch von leichter Regung,
wenn ab und an ein Rabe schreit
ist das schon viel Bewegung.

Und plötzlich dann – in Tagesmitte,
ein Sonnenstrahl hat sich verirrt –
er eilt mit wunderlichem Schritte
bevor er sich im Dunst verliert.

Die Luft befeuchtet braune Erde,
sie schmücket sich mit weißem Glanz –
des Himmels schäfchenweisse Herde
stellt sich auf zum Wolkentanz.

Der Abend naht – das Dunkel sinkt
auf die Novembererde –
wenn leise dann Musik erklingt
hofft jeder, daß es Frühling werde.

©ee

.

Getaggt mit

Der Donnergott.

hut-427568_640

 

.

Der Donnergott

Der Donner grollt, der Regen fällt,
ein Feuerschein liegt auf der Welt.
Ein Raunen der Erleichterung
geht übers weite Erdenrund.

Vom Schmutz der Menschheit reingespült,
merkt man, wie sich Natur anfühlt.
Alles strahlt in frischem Glanze
ob Baum ob Strauch ob kleinste Pflanze.

Wenn die Welt auf’s neu verstaubt
Gott dann wieder sich erlaubt
uns Donner Blitz und Regen zu schicken,
damit wir können klarer blicken.

© ee

Getaggt mit

Ende & Anfang.

candles-1474302_640

.

Ende & Anfang

Das Leben einfach weggenommen
ausgelöscht wie Kerzenlicht
Unheil ist über die Welt gekommen
alles in sich zusammenbricht

der Himmel ist eine einzige Wolke
schwarz wie die schwärzeste Nacht
man hört im ganzen Erdenvolke
niemanden mehr der fröhlich lacht

blutrote Blitze durchzucken das Dunkel
flüssig Verderben rollt über das Land
vorbei ist der Mächtigen Machtgefunkel
alles wird zu glühendem Sand

Kälte macht starren die blühende Erde
aus Feuer geboren der klirrende Stein
nirgends keimt Hoffnung daß es noch werde
es scheint der Menschheit Ende zu sein

doch irgendwo zwischen bizarren Gebilden
inmitten schaudernder tödlicher Pracht
sieht man an blühenden schlichten Gefilden
wie Schöpfung neue Welt schöner macht.

© ee

.

solitude-1148983_640

Getaggt mit , ,

Weltherbst …

autumn-1827717_640

 

Weltherbst …

Das Laub ist von meiner Seele gefallen
sie ist nur noch ein kahler
ein frierender Strauch
sie steht einsam
zwischen rußschwarzen Hallen
durch die der Wind weht
wie eisiger Hauch
die Zweige zittern im dunstigen Licht
der Nebel behängt sie
mit blutigen Tröpfchen
der fahlen Sonne Glanz sich bricht
in tausend erfrorenen Blütenköpfchen
rings um ihn her ist eisige Leere
zertrümmerte Welt der Vergangenheit
er steht inmitten riesiger Meere
die angefüllt mit verborgenem Leid
die Wellen spülen mit jedem Schlage
geborstene Fracht an den Strand
in der Dämmerung der werdenden Tage
versinkt das einst blühende Land.

© ee

.

beach-1063252_640

Getaggt mit ,

Blanke Hans . . .

storm-1406218_640

.

 

Blanke Hans . . .

Die Wolken über uns jagen dahin
es geht mir vieles durch den Sinn
seh’ ich den Himmel so höllengleich
denk ich an die Heimat hinter dem Deich

Häuser und Ställe mit Reed gedeckt
und unter uralten Bäumen versteckt
sie stehen gebeugt – dem Sturm abgewandt
es heult der Nordwest – fegt über das Land

die Wellen – sie nagen an Deichfuß und Kron’
wenn er nicht hält – holt das Meer sich den Lohn
die Menschen – sie sitzen auf Notgepäck
wenn’s denn so kommt muß man schnell weg

das Vieh ist geborgen – in Sicherheit lange
es geht um die Häuser – den Menschen ist bange
denn wenn der blanke Hans zuschlägt
kein Stein mehr einen andern trägt

und hält unser Herrgott die Natur in Schranken
die Leute am Deich sich in Gebeten bedanken.

© ee

.

rain-1570854_640

Getaggt mit ,

Montagmorgen…

amazing-736888_640

.

Montagmorgen …

Die Zeit läuft durch die Zeitgedanken
schiebt Fühlen keuchend vor sich her
des Tages Morgen kommt ins wanken
treibt schlingernd in der Stunden Meer

bis jemand greift beherzt ins Steuer
bringt schwankend Kahn ins Gleichgewicht
der Retter scheint dir nicht geheuer
weil – er trägt Gottes Angesicht.

© ee

Getaggt mit ,

Geschehen ist in Zeit gemauert…

leaves-1818625_640

.

Geschehen ist in Zeit gemauert

Auch wenn der Tag so für sich trauert –
und läßt Gedanken rückwärts zieh’n –
Geschehen ist in Zeit gemauert
und niemand kann ihm je entflieh’n.

Drum richt‘ Dich ein in Deine Tage
die gegenwärtig Gegenwart sind –
scheinen sie auch mal als Plage –
selbst dann sind es des Schöpfers Kind‘ ….

© ee

.

Getaggt mit , , ,

November.

plant-1820559_640

.

 

November

Der Tag verhält in seinem Lauf
zögernd tasten sich die Stunden
mit klammen Fingern durch die Zeit
verschleiert hab’ ich dich gefunden
Natur – du bist zum Schlaf bereit

Die letzten Blätter segeln träge
vom großen Baum am schwarzen Kolk
hier und da sieht man am Wege
ein herbstlichmüdes Krähenvolk

die Gräser haben sich verwandelt
geschmückt mit bunten Bändern
sie tragen schon des Winters Kleid
mit handgemalten Rändern

ein müdes Nicken in den Büschen
zeugt noch von leichter Regung
wenn ab und an ein Rabe schreit
ist das schon viel Bewegung

und plötzlich dann – in Tagesmitte
ein Sonnenstrahl hat sich verirrt
er eilt mit wunderlichem Schritte
bevor er sich im Dunst verliert

die Luft befeuchtet braune Erde
sie schmücket sich mit weißem Glanz
des Himmels schäfchenweisse Herde
stellt sich auf zum Wolkentanz

der Abend naht – das Dunkel sinkt
auf die Novembererde
wenn leise dann Musik erklingt
hofft jeder, daß es Frühling werde

© ee

.

the-sun-1783915_640

Getaggt mit